Statuen in Tuineje erinnern an die Schlacht am Tamasite

Skulptur_Schlacht_Tamasite

Das Cabildo hat zusammen mit der Gemeindeverwaltung am 04.02.2017 die ersten zwei von acht geplanten Statuen im Gemeindegebiet Tuineje präsentiert, die im Gesamtbild am Ende einen kleinen Skulpturenpark zum Gedenken an die Schlacht am Tamasite bilden sollen. Die beiden Werke aus Cortenstahl stammen aus der Hand des Künstlers Amancio González und wurden in Llano Florido und an der Einfahrt nach Tiscamanita aufgestellt.

Hinter diesem sozio-kulturellen Projekt steckt der Gedanke einer kulturellen und wirtschaftlichen Dynamisierung des Gemeindezentrums sowie vor allen Dingen der Förderung von Tourismus. Bald sollen schon die nächsten Skulpturen ihren Platz in der Gemeinde einnehmen und in ihrer Gesamtheit schließlich die Geschichte zur berühmten Schlacht erzählen.

Die Idee, mehrere Kunstwerke zu diesem historischen Ereignis an verschiedenen Standorten aufzustellen, stammt vom örtlichen Kulturverein „Más Ruines que Caín“.

Nachdem England seinem spanischen Widersacher im späten 17. Jahrhundert den Krieg erklärt hatte, um seine Ansprüche – unter anderem auf die von Spanien eroberten Kanarischen Inseln – geltend zu machen, landeten im Oktober 1740 Dutzende schwer bewaffneter britischer Korsaren im Hafen von Gran Tarajal und steuerten daraufhin die damalige Inselhauptstadt Betancuria an. In der Siedlung Casilla Blanca südlich des Berges Tamasite zwangen sie einen Bewohner sie zum Gouverneur zu führen. Da der ältere Mann jedoch vorher noch seinen Sohn anweisen konnte über den 346 Meter hohen Berg nach Tuineje vorauszulaufen, um Alarm zu schlagen, verbreitete sich die Nachricht über den zunächst unbemerkten Angriff, woraufhin sich das Dorf zusammen mit zahlreichen Bewohnern aus der Umgebung formierte und die Piraten zum Rückzug in Richtung Meer zwang. Der damalige Kommandant der Insel befahl außerdem, Dromedare zusammenzutreiben, um sich den Angreifern südlich vom Tamasite am strategisch günstigen Pass von El Cuchillete entgegenzustellen.

Ihr glorreicher Sieg über die viel besser bewaffneten Eindringlinge und die Vereitelung des Invasionsversuchs werden bis heute auf der Insel gefeiert.

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