FTIR-Spektrometer zur Weinanalyse für Versuchsfarm in Pozo Negro

Weintrauben

Die Inselverwaltung von Fuerteventura hat im Zuge des wieder neu aufblühenden Weinsektors in ein hochmodernes Weinanalysegerät investiert, das dem Lebensmittellabor des staatlichen Versuchsguts (Granja Agrícola Experimental) in Pozo Negro zur Verfügung gestellt wurde.

Die sogenannte FTIR-Spektroskopie, von der behauptet wird, die Weinanalytik grundlegend revolutioniert zu haben, ermöglicht es innerhalb kürzester Zeit, eine umfassende Auswertung der Weineigenschaften durchführen. Das Modul arbeitet mit einer physikalischen Methode, bei der die Lichtabsorption des Weines im mittleren Infrarotbereich gemessen wird. Unter Anwendung des als Fourier-Transformation bekannten mathematischen Verfahrens werden die Infrarot-Spektren gemessen. Was normalerweise zeitaufwändiger Analyseverfahren bedarf, kann in kaum zwei Minuten mit einer einzigen kleinen Probe erreicht werden. Während das Gerät zwar ohne Vorkenntnisse und nach einer kurzen Einweisung bedient werden kann, erfordert die Auswertung hingegen enormen Sachverstand.

Die Messwerte geben Aufschluss über die wichtigsten Qualitätsparameter des noch jungen oder bereits in Gärung befindlichen Traubenmosts sowie auch des fertigen Rebensaftes. Die Methode eignet sich aber nicht allein zur Messung von definierten Infrarotlicht absorbierenden Inhaltsstoffen des Weines, sondern auch zur Feststellung der Dichte, der organischen Säuren, des pH-Wertes oder Zuckergehalts. Des Weiteren ermöglicht die Beurteilung durch den „Weinscanner“ eine Optimierung im Verarbeitungsprozess, etwa im Hinblick auf den richtigen Erntezeitpunkt. Zudem dient es auch zur Qualitätskontrolle der einzelnen Lagerfässer, um mögliche Verkeimungen zu entdecken.

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