Puerto del Rosario findet keinen Betreiber für Hallenbad

Seit mittlerweile fast zweieinhalb Jahren ist das Hallenbad in Puerto del Rosario geschlossen. Nachdem die erste öffentliche Ausschreibung zu dessen Betrieb im September 2016 mangels Bieter ohne Ergebnis geblieben war, hatte die Gemeinde die Ausschreibungsbedingungen deutlich verbessert. Neben anderen Vergünstigungen soll der Betreiber für die 20 Jahre dauernde Bewirtschaftungszeit monatlich 100.000 Euro aus der Gemeindekasse erhalten. Allerdings müsste der Betreiber in den ersten 6 Monaten der Bewirtschaftung Investitionen von 1,4 Mio. Euro durchführen.

Doch auch in der zweiten Ausschreibungsphase wurde keine einziges Gebot abgegeben. Offensichtlich ist kein Investor bereit, sein Geld in ein feuchtes Millionengrab zu stecken.

Auch der Neubau des Hallenbades in Morro Jable steht seit Jahren ungenutzt herum. Die Bauarbeiten hatten am 25.06.2010 begonnen. Seitdem ist es noch nie in Betrieb genommen worden.
Die Mittel für die rund 1,5 Mio. teure Fehlinvestition stammten aus dem „Staatlichen Plan für kommunale Beschäftigung“, dem spanischen Konjunkturpaket, das auch als „Plan Zapatero“ bezeichnet wurde.

Angesichts der Tatsache, dass jedes Jahr über 2 Mio. Urlauber nach Fuerteventura reisen, um unter anderem im Meer zu schwimmen, sollte man darüber nachdenken, ob Hallenbäder auf Fuerteventura wirklich gebraucht werden.

Letztlich darf man wohl fragen, welchen zusätzlichen Nutzen Hallenbäder bringen, insbesondere wenn sie ungenutzt vor sich hin gammeln? Liebe Politiker, gebt unser Geld doch bitte für Infrastruktur aus, die wirklich gebraucht wird! Wie wäre es mit zum Beispiel mit Schulen und Krankenhäusern?

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten