Baustopp zum Schutz von 20 Höhlenspinnen „Maiorerus randoi“

Am 16.05.2017 informierte das Ministerium für Territoriale Politik, Nachhaltigkeit und Sicherheit der Kanarischen Regierung die Situation der auf Fuerteventura heimischen und vom Aussterben bedrohten Spinnenart „Maiorerus randoi“. Knapp fünf Jahre nach Beginn des ersten Artenschutzprogramms arbeite man schließlich an einem neuen Erhaltungsplan. Während die Inselverwaltung von Fuerteventura (Cabildo) für dessen Ausführung verantwortlich sei, übernimmt die Regionalregierung lediglich eine Aufsichts- und Kontrollfunktion.

Die ausschließlich in der Lavahöhle Cueva del Llano vorkommende Spinnenart wurde erst 1991 entdeckt und ist ein erstaunliches Beispiel dafür, wie sich ein Tier an das Leben unter der Erde inmitten völliger Dunkelheit anpassen kann. Aufgrund der Umstände im Inneren des Millionen Jahre alten Lavatunnels hat die Spinne all ihre Pigmente verloren und dadurch eine gelbliche Farbe angenommen. Da Augen unter der Erde nutzlos sind, haben sich die der Spinne vollständig zurückgebildet.

Angesichts der Tatsache, dass nur knapp 20 Exemplare des Lebewesens bisher beobachtet werden konnten, konzentrieren sich die Artenschutzmaßnahmen auf die Erhaltung ihres natürlichen Habitats. Seit Beginn des noch laufenden Erhaltungsplans wurden regelmäßige Untersuchungen im Hinblick auf mögliche Auswirkungen jahreszeitlicher Klimaschwankungen unternommen. Außerdem untersucht man mithilfe von unterirdisch installierten Messvorrichtungen die ökologischen Bedingungen der vulkanischen Höhle und ihrer mikroklimatischen Gegebenheiten.

Aktuell ist die Cueva del Llano am Ortsrand von Villaverde für Besucher geschlossen. Die geplanten Arbeiten zum Bebauungsplan “PS-1 Casilla de Costa”, die sich auch auf einen Teil der Höhle auswirken würden, sind als Präventivmaßnahme bis auf weiteres vom Cabildo auf Eis gelegt worden.

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