Skulpturen markieren Wege nach Vega de Río Palmas

Skulpturen Pena

Seit September 2017 haben acht Künstler während des 1. Internationalen Skulpturen-Symposiums „Caminos a la Peña“ an sechs Statuen gewerkelt. In jeder Gemeinde wird damit der Start des jeweiligen Wanderweges zur Wallfahrtskapelle nach Vega de Río Palmas markiert. Am 27.03.2018 hat das Cabildo von Fuerteventura die fertigen Werke an die sechs lokalen Verwaltungen übergeben. Als Material kam neben Granit aus Betancuria wetterfestes Cortenstahl zum Einsatz.

Zu Ehren der Schutzheiligen von Fuerteventura

Organisiert wurde das Symposium zur Erhaltung der jährlichen Tradition zu Ehren der Inselpatronin „Virgen de la Peña“. Mit den Kunstwerken soll die Bedeutung der Feierlichkeiten auch das restliche Jahr über zur Geltung kommen. Im Zuge der Initiative wird seit Ende März auch die Beschilderung der Pilgerstrecke aus rund 60 Markierungen erneuert. Zudem soll in den nächsten Wochen eine Info-App über das Streckennetz vorgestellt werden.

Zu den Machern der Figuren gehören neben Miguel Cubas aus Fuerteventura auch internationale Persönlichkeiten aus Mexiko, Russland, Zaragoza, León und Valencia.

Das Los entschied über die Standorte

Welche Skulptur schließlich in welcher Gemeinde steht, wurde ganz dem Zufall überlassen. Eine Verlosung entschied über die zukünftigen Standorte. Ausnahme war hier Organisator Betancuria. Hier wählte die Gemeinde die vier Meter hohe Darstellung des lokalen Künstlers Juan Miguel Cubas aus. Diese zeigt eine Szene der Verehrung des Pilgers gegenüber seiner Schutzheiligen.

In Puerto del Rosario wird die Skulptur von Vasilisa Chugonova zu sehen sein. Die russische Künstlerin hat bereits weltweit gearbeitet, darunter in China, Ägypten oder Costa Rica. Ihr dreieinhalb Meter hohes Antlitz der Virgen de la Peña besteht aus weißem Marmor sowie zu 75 Prozent aus Cortenstahl.

Pájara erhält das Werk des Mexikaners Carlos Monge, der seit 30 Jahren an internationalen Events in Toluca, Culiacán, Zacatecas und Tepatepec mitwirkt. Fast dreieinhalb Meter hoch ragen sechs Kreuze an einem siebten Kreuz – der Schutzheiligen – empor. Ganz nach dem Motto „Sechs Gemeinden, sechs Wege, ein Ziel“.

In La Oliva wird eine vier Meter hohe Statue stehen. Auf das oberste Element – einen Halbmond – stützt sich eine Reihe kanarischer Schutzpatronen. Es handelt sich um das Werk der auf Fuerteventura lebenden Victoria Boldova. Studiert hat sie an der Kunstschule in Zaragoza.

Die Gemeinde Tuineje zog das Los für die Figur der Gruppe O.R.G.I.A. Die drei landesweit bekannten Dozentinnen für Schöne Künste aus Valencia waren bereits Teil vieler nationaler Ausstellungen. Für das Projekt schufen sie eine Art Monolith-Säule. Solche markierten in der Vergangenheit bedeutende Orte und galten als Tribut an die Gottheit. Eine zentrale Öffnung wirkt als Lichtspiel, das bei richtiger Sonneneinstrahlung eine Abbildung am Fuße der Statue sichtbar macht.

Antigua erhielt schließlich das Werk des spanischen Künstlers Amancio González, der Erfahrungen aus mehr als 25 internationalen Bildhauer-Events mitnimmt. Er hat sich nicht nur bei der Figur selbst von der Erscheinung der Schutzheiligen inspirieren lassen, sondern baute zudem eine Besonderheit mit ein. Mithilfe einer optischen Täuschung ermöglicht er dem Betrachter quasi während ihrer Erscheinung dabei zu sein.

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