Toter Schmutzgeier aufgefunden

GUIRRE-2XJ-22072018

Am 22. Juli wurde den Agenten der Umweltbehörde der Inselregierung ein toter Guirre (Schmutzgeier) im Bereich des Windparks Cañada del Rio bei Costa Calma gemeldet. Die Beamten begannen direkt nach dem Auffinden des Kadavers mit der Untersuchung der Umstände die zum Tod des Schmutzgeiers geführt haben. Untersucht werden z.B. einen mögliche Vergiftung oder ähnliches.

Das Tier war mit einem GPS Sender ausgestattet und daher einfach zu finden.  Die zuvor empfangenen Daten legten nahe, dass dem Tier etwas zugestoßen sein könnte.

Es handelt sich bei dem Tier um ein ausgewachsenes Männchen, dass im Gebiet Playa Larga in diesem Jahr mit seiner Gefährtin ein Küken hatte.

Vom Aussterben bedroht

Der Fuerteventura-Schmutzgeier (Neophron percnopterus majorensis) ist eine Unterart des Schmutzgeiers, die nur auf Fuerteventura und Lanzarote vorkommt. Sie ist in der „Spanischen Liste der vom Aussterben bedrohten Arten“ und im „Kanarischen Katalog der geschützten Arten“ aufgeführt. In 2006 wurde ein Arterhaltungsprogramm gestartet, dass es geschafft hat, die größten Bedrohungen für das Überleben der Art zu minimieren.  Jährlich konnte die Zahl der Schmutzgeier um rund 5% erhöhen werden.

Ende 2017 schätzte man die Population auf 311 Exemplare und es gab 67 belegte Brutzonen. Die Daten für das laufende Jahr liegen bei 74 belegten Brutzonen (68 auf Fuerteventura und 6 auf Lanzarote). In diesem Jahr gab es 43 Küken.

Jedes einzelne Exemplar des Schmutzgeiers ist extrem schützenswert.  Stirbt jedoch ein Elterntier, das grade ein Junges hat, ist das besonders fatal, da die Mutter es nun extrem schwer haben dürfte, ihr Junges allein groß zu ziehen. Schmutzgeier bilden stabile Partnerschaften, die ein Leben lang zusammen bleiben. Auch die Brutpflege betreiben sie gemeinsam.

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