Kadaver eines Zwergpottwals zwischen La Lajita und Tarajalejo gestrandet

Wal La Lajita w

Ein aufmerksamer Bürger hat am 09.08.2018 an der Küste zwischen La Lajita und Tarajalejo den Kadaver eines Zwergpottwals (Kogia breviceps) entdeckt. Nachdem der Mann die Behörden verständigte, kamen Beamte der Umweltbehörde und der Guardia Civil zum Fundort. Diese wiederum meldeten den Fund an das Kanarische Netzwerk für gestrandete Wale und die Veterinäre der Universität von Las Palmas.

Personal der Umweltbehörde der Inselverwaltung von Fuerteventura und Mitarbeiter des Oasisparks halfen bei der Bergung des Kadavers, um diesen auf die Deponie zu verfrachten , wo eine Nekropsie durchgeführt wird, um die Todesursache festzustellen.

Es handelte sich bei dem toten Tier um ein vermutlich geschlechtsreifes Männchen mit einer Körperlänge von 2,10m (ohne Schwanzflosse gemessen). Der Kadaver befand sich bereits in einem Zustand fortgeschrittener Verwesung und wies Bissspuren von Haien auf.

Über die seltenen Zwergpottwale ist nur wenig bekannt

Der Zwergpottwal ist in den Gewässern vor Fuerteventura heimisch, aber sehr selten. Daher bekommt man ihn lebendig nicht häufig zu sehen.

Zwergpottwale werden bis zu 3,3 Meter lang und 400kg schwer. Sie leben weltweit in tropischen und gemäßigten Zonen, bevorzugt in tiefen Gewässern.

Über ihre Lebensweise ist nur wenig bekannt, da sie sich nur selten der Küste nähern und daher auch für die Wissenschaft schwer zu beobachten sind. Sie schwimmen sehr unauffällig und blasen ihre Atemluft sehr dezent aus. Daher entsteht nicht die von anderen Walarten bekannte Atem-Fontäne.

Biologen vermuten, dass die Tiere in kleinen Gruppen von 3 bis 6 Tieren leben. Ihre scharfen Zähne lassen darauf schließen, dass sie sich von Tintenfischen und Krebstieren ernähren. Diese fangen sie vermutlich in großer Tiefe.

Immer wieder Wal-Kadaver vor Fuerteventuras Küsten

Vor der Küsten Fuerteventuras werden immer wieder mal Kadaver von Walen gefunde. Dies liegt ganz einfach daran, dass hier sehr viele dieser Tiere permanent leben. Und so kommt es durch den natürlichen Lauf der Dinge auch entsprechend häufig dazu, dass Tiere verenden. Das kann also ganz natürliche Ursachen haben. Trotzdem untersuchen die Behörden in solchen Fällen die Todesursache, um zum einem mehr über die Tiere zu erfahren, und zum anderen mögliche Gefährdungen durch Umwelteinflüsse erkennen.

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