Plan zur Erhaltung der „Maiorerus randoi“ in der Cueva del Llano

Oplion Foto: Manuel Naranjo
Oplion Foto: Manuel Naranjo

Das Vizeministeramt für Umwelt und Sicherheit der kanarischen Regierung hat per Dekret einen neuen Plan zum Schutz der Höhlenspinne „Maiorerus randoi“ erwirkt. Der erste Schritt umfasste die Eröffnung der öffentlichen Konsultationsphase. Bürger, Organisationen und Co. haben so über das Portal www.canariasparticipa.com die Möglichkeit, bereits vor der Ausarbeitung des Plans mitzureden.

Endemische Spinnenart

Das gerade einmal 2,2 Millimeter große Spinnentier ist auf den Kanaren als „Opilión“ bekannt. Die weltweit einzige Population lebt in der Lavahöhle von Los Llanos. Der gut 600 Meter lange Tunnel liegt in Villaverde (Gemeinde La Oliva) im Norden Fuerteventuras. Das einzigartige Ökosystem der Höhle bietet den Weberknechten ein ideales Lebensumfeld: konstante Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Über die Jahre hatte sich so eine völlig eigenständige Art entwickelt. Die Spinne hat sich sozusagen perfekt an ihr unterirdisches Zuhause angepasst. Sie ist blind, da sich ihre Augen inmitten völliger Dunkelheit vollständig zurückentwickelt haben. Zudem hat sie nahezu keine Pigmente daher ihre unscheinbar gelbe Färbung. Die Beine und Antennen sind im Vergleich zu anderen Arten sehr dünn, lang und sensibel. In der Dunkelheit dient ihr allein ihr Tastsinn zur Orientierung. Aufgrund ihrer extremen Anpassung wäre sie nicht mehr in der Lage, außerhalb dieser Umgebung zu überleben.

Was muss getan werden, damit die Spinne überleben kann?

Ziel des Projekts ist es, das Überleben dieser endemischen Art sicherzustellen. Nach Ansicht des zuständigen Ministeriums ist die Genehmigung des neuen Plans dringend notwendig. Der vorherige Plan sei mittlerweile verjährt. Zudem spreche man bei der Cueva del Llano von einem höchst sensiblen Lebensraum. Und dieser liegt auch noch inmitten einer stark genutzten Umgebung. Die Maßnahmen richten sich also gegen die derzeitigen Bedrohungsfaktoren. Sie sollen so gut es geht minimiert, bestenfalls sogar aus dem Weg geräumt werden. Eine Reihe von Studien soll zur Festlegung der richtigen Strategie verhelfen. Wie geht man mit der Population und ihrem Habitat vor? Und welche Maßnahmen sind sinnvoll, um die Bevölkerung über das Thema aufzuklären? Ein Ablaufplan soll u.a. über die Art und Durchführung der Maßnahmen, den Umfang des Plans sowie die notwendige Finanzierung informieren.

Der kritische Zustand der Art rechtfertigt ihre Aufnahme in den spanischen Katalog bedrohter Tierarten. Dort wird sie mit dem Status „vom Aussterben bedroht“ gelistet. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen zum Naturerbe und der biologischen Vielfalt wird die Aufnahme eines Taxons oder einer Population in besagte Kategorie innerhalb von maximal drei Jahren zur Annahme eines Erhaltungsplans führen. Dieser umfasst die am besten geeigneten Maßnahmen zur Erreichung der angestrebten Ziele und gegebenenfalls die Ausweisung geschützter Gebiete.

1 Kommentar

  1. Hola, gibt es denn noch andere gelbe Spinnen auf Fuerteventura? Auf der Stasse von Betancuria nach Pajara sind wir gestern kurz angehalten und ich dachte ich sehe an einem Busch eine gelbe Blüte und hab mich sehr erschreckt als die Blüte weglief und es eine Spinne war! Gruß Monika

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