Cannabis in Paella: Polizei schließt Restaurantküche auf Lanzarote

Paella-Cannabis

10 Personen mussten am 11.01.2020 auf Lanzarote ins Krankenhaus eingewiesen werden. Die Teilnehmer einer beruflichen Fortbildung, darunter auch Personen aus Fuerteventura, hatten zum Mittagessen in einem Restaurant in Arrecife eine Paella in einem Restaurant vorbestellt.

Kurz nach der Mittagspause wurde ihnen übel und sie mussten sich übergeben. Deshalb begaben sie sich in die Notaufnahme des Krankenhauses Molina Orosa auf Lanzarote.

Da die Symptome auf eine Einnahme von Drogen hindeutete, veranlassten die Ärzte einen Drogentest. Dieser ergab für Cannabis ein positives Ergebnis.

Nach Angaben der Betroffenen soll sich die Droge in der Paella befunden haben, von der sie alle gegessen hatten, ohne dass sie davon gewusst hätten. Alkohol soll dagegen niemand in der Mittagspause getrunken haben.

Alle Betroffenen hatten angegeben, keine Cannabis-Konsumenten zu sein.

Zwei der Betroffenen zeigten so starke Symptome, dass sie über Nacht im Krankenhaus bleiben mussten.

Polizei ermittelt

Die Polizei hat die Küche des Restaurants, in dem die Paella, die mutmaßlich Cannabis enthielt, zubereitet wurde, vorläufig geschlossen. Die Ermittler wollen die Frage klären, ob und ggfs. wie das Rauschmittel in die Paella gekommen ist.

Dem Betreiber des Restaurants soll die brisante Zutat seiner Paella auch unerklärlich sein.

Außer der Polizei haben auch die Verbraucherschutzbehörde und die Gesundheitsbehörde eigene Untersuchungen aufgenommen.

Mindestens einer der Betroffenen aus Fuerteventura hat bei der Nationalpolizei in Puerto del Rosario Anzeige gegen unbekannt erstattet.

Das vorsätzliche Versetzen eines Lebensmittels mit Drogen ohne Wissen der Betroffenen könnte gleich mehrere Straftatbestände erfüllen, nämlich Körperverletzung und eine „Straftat gegen die öffentliche Gesundheit“ (Drogendelikt).

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