Kanarisches Parlament befürwortet Stationierung eines Hubschraubers auf Fuerteventura

SUC-Helikopter-Fuerteventura

Am 09.02.2020 hatten wir über den Antrag des Parlamentariers Iñaki Lavandera bezüglich der Stationierung eines Rettungshubschraubers mit Notarztbesatzung auf Fuerteventura einzurichten.

Das Kanarische Parlament hat nun am 11.02.2020 einstimmig einem Entschließungsantrag zugestimmt, mit dem die Kanarische Regierung aufgefordert wird, die vorbereitenden Studien für die Stationierung eines Rettungshubschraubers auf Fuerteventura zu erstellen. Diese Initiative war ein Wahlversprechen der Sozialistischen Partei (PSOE) auf Fuerteventura.

Lavandera erklärte dem Parlament in der Debatte, dass die schnelle Evakuierung aus der Luft auf kurze Sicht die Überlebenswahrscheinlichkeit und auf lange Sicht die Chancen auf Heilung ohne bleibende Schäden erhöhe. Daher seien eine korrekte Bereitstellung und ein korrektes Funktionieren fundamental, erklärte er weiter.

Ein Rettungshubschrauber mit Notarztbesatzung verfügt in etwa über dieselbe medizinische Ausrüstung wie ein Notarztwagen. Der Helikopter kann außerdem mit einem Brutkasten für den Transport von Neugeborenen und Frühgeburten ausgestattet werden.

Hubschrauber oft einzige Möglichkeit zur Verlegung von Patienten

Die „kleineren“ Kanarischen Inseln wie Fuerteventura und Lanzarote verfügen nicht über Spezialkliniken, wie sie z.B. auf Teneriffa und Gran Canaria zur Verfügung stehen. Daher müssen sehr häufig Patienten oder Unfallopfer vom Inselkrankenhaus auf Fuerteventura nach Gran Canaria oder Teneriffa verlegt werden.

Die beiden Hubschrauber, die für solche Verlegungen eingesetzt werden können sind jeweils auf Gran Canaria und Teneriffa stationiert. Durch die Entfernung von 160 Kilometern von Gran Canaria und 270 Kilometern von Teneriffa verlängern sich daher die Reaktionszeiten für Patienten auf Fuerteventura und Lanzarote erheblich. Dies wiederum hat erheblichen Einfluss auf die Überlebenschancen und Heilungsaussichten nach Unfällen, Schlaganfällen oder schweren Herzinfarkten.

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