Fuerteventura: Toter vom Pico de la Zarza mutmaßlich ein Wanderer

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Wie wir bereits berichteten, hatte am Sonntag, den 15.11.2020 ein Mann, der im Bereich um den Pico de la Zarza im Süden Fuerteventuras mit seiner Ziegenherde unterwegs war, einen Leichnam gefunden.

Die Guardia Civil stellte vor Ort fest, dass es zu Fuß unmöglich war, sicher an die Stelle zu gelangen, an der der Leichnam lag.

Daher wurde die Abteilung für Bergrettung aktiviert, die dann am Dienstag, den 17.11.2020 gemeinsam mit Beamten der forensischen Abteilung, die die Bergung leiteten, mit dem Hubschrauber zur Fundstelle flogen.

Die Beamten im Hubschrauber fanden mit Hilfe der von den Kollegen überlassenen Koordinaten den Fundort, der sich an einem recht engen und sehr steilen Bereich des Barancos befand. Der Hubschrauber konnte etwas entfernt nur teilweise aufsetzen und die Beamten der Bergrettung aus dem Hubschrauber aussteigen lassen. Selbst für die erfahrenen Beamten der war der Einsatz sehr gefährlich. Dennoch bargen die Beamten letztlich den Leichnam.

Es soll sich bei dem Toten mutmaßlich um einen Wanderer handeln. Diese These wird von der Tatsache stützt, wie der Leichnam bekleidet war. Außerdem trug er einen Rucksack auf dem Rücken. Der Leichnam wurde zur weiteren Untersuchung zunächst nach Morro Jable zum Hubschrauberlandeplatz geflogen.

Dort wurde er an die Forensik übergeben, die nun durch eine Autopsie die Umstände des Todes und die Identität der Person klären soll.

Autopsie und Vermisstenanzeigen

In den kommenden Tage wird sich zeigen, ob die Person, die mutmaßlich am Pico de la Zarza ums Leben gekommen ist, einfach zu Identifizieren ist. Sollte der Mann Indizien zu seiner Identität, wie zum Beispiel einen Ausweis oder ein Portemonnaie bei sich gehabt haben, kann das eventuell sehr schnell gehen. Dennoch muss mit Sicherheit eine endgültige Identifizierung der Person letztlich über eine DNA-Probe geschehen.

Gegebenenfalls muss die Guardia Civil über Vermisstenanzeigen versuchen, die Identität zu klären. Die Ergebnisse der Autopsie werden zeigen, wie lange die Leiche bereits dort gelegen hat. Ob noch Rückschlüsse auf die mögliche Todesursache geschlossen werden können, wird sich dann zeigen.

Pico de la Zarza

Der Pico de la Zarza ist mit 807m der höchste Berg Fuerteventuras. Von seinem Gipfel aus bietet sich ein unglaubliches Panorama. Der Strand von Cofete liegt dem Pico de la Zarza quasi zu Füßen. Eigentlich ist eine Wanderung zum Gipfel des Pico de la Zarza technisch nicht sehr schwierig.

4 Kommentare

  1. …man sollte auf allen längeren Wanderungen auch unbedingt mind. 2 Liter Wasser dabei haben.
    Sonst spielt der Kreislauf nicht mehr mit. Bananen habe ich auch immer dabei.
    Durch den Wind wird die Sonneneinstrahlung brutal unterschätzt.
    Außerdem ist es auf dem Pico, am Mirador de los Canarios und auf dem Gran Valle Pass ziemlich frisch. Jacke mitnehmen, auch wenn man sich das
    auf Meeresniveau nicht vorstellen kann.
    Alleine Wandern oder Biken ist in diesen teilweise einsamen Gegenden nicht ungefährlich,
    aber unfassbar schön!

  2. Der Wanderweg zum Pico de la Zarza von Jandia Playa aus ist bei normalem Wetter für jedermann leicht zu bewältigen. Gefährlich wird es erst vom Pico Richtung Westen bis zum Pass des Gran Valle, oberhalb von Cofete. Diese Strecke ist auf deutschen Wanderkarten als Teilstück des GR131 eingezeichnet. Zu Unrecht, denn das Stück ist weder ausgebaut noch markiert. Ich habe ihn von allen Seiten aus versucht ( auch vom Barranco Del Ciervo ) und bin immer wieder, offenbar rechtzeitig, umgekehrt.
    Ähnliche Widrigkeiten mussten die Radfahrer, von denen Sie kürzlich berichtet haben, durchstehen, als sie versuchten, von La Pared nach Cofete zu gelangen. Auch diese Strecke ist als GR131 eingezeichnet. Schon die ersten fünf Kilometer führen oberhalb des Strandes durch dicken Sand, der die E-Bikes schnell überfordert. Dann führt der Weg in Höhe des Pecenescal zur Küste. Hier gibt es aber keinen wirklichen Weg, höchstens Ziegenpfade. Das Fahrrad muss mehrfach an gefährlichen Hängen getragen werden. Wenn man trotzdem den Strand erreicht hat, folgen zwei Felsenvorsprünge, die man nur bei absoluter Ebbe umlaufen kann. Danach Richtung El Islote und Cofete ist dann alles machbar, für Wanderer.
    Fazit: Vieles ist möglich, aber nicht mit Gewalt, lieber rechtzeitig umkehren.

  3. Über das Vorliegen einer entsprechenden Vermisstenanzeige ist uns derzeit nichts bekannt. Allerdings muss man jetzt erst mal abwarten, was die Autopsie ergibt. Der Todeszeitpunkt wird dann ein Indiz dafür sein, in welchem Zeitraum man überhaupt nach einem Vermissten suchen muss, damit das zusammenpassen kann.
    Außerdem wird – und so muss es sein – in einem solchen Fall immer erst die Familie in Kenntnis gesetzt, bevor ggf. etwas an die Öffentlichkeit kommt.

    Aber die Frage drängt sich auf…

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