Fuerteventura: Kurzflossen-Grindwal tot am Strand von Cofete aufgefunden

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Wie der Stadrat für Umwelt der Gemeinde Pájara, Rodrigo Berdullo bekannt gab, wurde am Samstag, den 19.12.2020 am Strand von Cofete ein toter Kurzflossen-Grindwal (spanisch Calderón tropical) gefunden.

Die Finder informierten die Gemeinde, die ihrerseits das Cabildo und damit die Agenten der Umweltbehörde Seprona informierten, die für diese Fälle zuständig sind.

Das Cabildo ließ das Tier abholen und zur Nekropsie in die biologische Station nach La Oliva bringen. Dort werden die Biologen des kanarischen Netzes zur Überwachung der Strandung von Walen (Red Canaria de Varamiento de Cacéteos) das Tier untersuchen.

Wegen des Wochenendes lag auch am Montagvormittag im Cabildo von Fuerteventura bei der entsprechenden Stelle noch kein Bericht zu Größe, Gewicht, Alter etc vor.

Wir haben diese Informationen jedoch angefordert und werden weiter berichten.

Nach den Bildern schätzen wir die Länge des Tieres auf ca 2,5m. Es wies keine auf den Bildern sichtbaren Verletzungen auf und war auch noch nicht stark verwest. Damit ist es jetzt an den Biologen zu versuchen die Todesursache zu ermitteln.

Toter Wal in Cofete 19.12.2020

Kurzflossen-Grindwal

Der Kurzflossen-Grindwal (wissenschaftlich: Globicephala macrorhynchus) gehört zu den Delfinen. Die Tiere wirken stämmig und sind ausgewachsen zwischen 3,6 und 7,2m lang. Sie können bis zu 4 Tonnen auf die Waage bringen.

Kurzflossen-Grindwale haben im Gegensatz zum Gemeinen Delfin keinen ausgeprägten „Schnabel“. Jedoch haben die Tiere eine kugelförmige Melone, die bei den Männchen in der Regel ausgeprägter ist.

Die Tiere sind dunkelgrau bis schwarz gefärbt.

Das Leben der Kurzflossen-Grindwale spielt sich in Schulen ab, die 10-30 Tiere stark sein können. Auf ein Männchen kommen gewöhnlich 8 Weibchen. Häufig leben die Tiere auch in Gesellschaft mit anderen Kleinwalen oder Delfinen.

Kurzflossen-Grindwale sind ausgezeichnete Taucher. Die können zwischen 10 bis 27 Minuten unter Wasser bleiben und tauchen in Tiefen von 800-900 Meter ab. Ihre Lieblingsnahrung sind Kopffüßler.

112 – eine Notrufnummer für alle Fälle

Sollten auch sie ein verletztes oder verendetes Tier finden, können Sie die Behörden unter der allgemeinen Notrufnummer 112 verständigen. Dort spricht man auch andere Sprachen als spanisch (deutsch, englisch und vieles mehr) und kann gegebenenfalls die entsprechend zuständige Behörde informieren.

Wichtig ist und bleibt aber, dass man irgendeine Behörde verständigt, so wie es in diesem Fall ja auch wieder geschehen ist.

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2 Kommentare

  1. Gab es Finderlohn?
    Ein Vorschlag:
    Könnte das Skelett eines Tages vielleicht am Strand von Costa Calma aufgestellt werden?
    An anderen Orten gibt es ja bereits Walskelette, wie z.B. in Morto Jable oder Gran Tarajal.
    Aber hier fehlt eine solche Attraktion noch…

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