Fuerteventura: mutmaßliche Feuerteufel an der Costa Calma gefasst

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Wie die Guardia Civil bekannt gab, wurde am 15. Dezember eine 18-jährige Frau als mutmaßliche Brandstifterin in wiederholten Fällen festgenommen. Sie soll die Taten gemeinsam mit einem Minderjährigen begangen haben.

Seit November brannte es an der Costa Calma

Bereits seit dem 07. November 2020 hatte es an der Costa Calma eine Serie von Bränden gegeben. Zunächst brannten Müllcontainer, die Feuerwehr musste anrücken, um die Brände zu löschen. Der entstanden Schaden wird allein hier auf 4.000 Euro geschätzt.

Außerdem sollen die beiden auch für den Brand der Holzhütte hinter dem PMP-Shopping Center, der in der Nacht vom 21. November stattfand, verantwortlich sein. Es handelte sich dabei um eine leerstehende Holzhütte die komplett ausbrannte. Menschen wurden nicht verletzt. Jedoch musste die Feuerwehr anrücken, um den Brand löschen, schließlich brannte die trockene Holzhütte wie der sprichwörtliche Zunder. Die Hitze der Flammen entzündeten auch eine Palme auf einem Grundstück direkt nebenan. Die Bewohner des zugehörigen Hauses stiegen auf ihr Dach versuchten, mit einem Gartenschlauch die brennende Palmenkrone zu löschen, um ein mögliches Übergreifen des Feuers auf Ihr Haus zu verhindern. Glücklicherweise gelang dieses und es gab keine weiteren Schäden.

Auch ein auf der Straße geparktes Auto, dass in Flammen aufging, soll das Werk der beiden Feuerteufel sein.

Die ständigen Brände an der Costa Calma hatten bei den Einwohnern für Argwohn und Unruhe gesorgt. Insbesondere in den Straßen Taburiente, Las Arenas und Playa de la Jaqueta war man sehr hellhörig geworden.

Brennende Müllcontainer an der Costa Calma, Foto: Guardia Civil

Untersuchungen von Guardia Civil und Policia Local

Die Beamten von Guardia Civil und Policia Local von Pájara unternahmen in Kooperation eine Serie von Kontrollen und Überwachungen im besagten Bereich. Dabei konnten sie die Bilder einer Überwachungskamera sicherstellen, die entscheidende Hinweise auf die mutmaßlichen Täter gaben.

So konnten zwei verdächtige Personen, eine 18-jährige Frau und ein Minderjähriger junger Mann identifiziert werden.

Die Frau wurde daraufhin als mutmaßliche Täterin festgenommen. Sie wurde dem Gericht in Puerto del Rosario überstellt. Bezüglich des Minderjährige, dem ebenfalls die Täterschaft an den Bränden vorgeworfen wird, wurde das zuständigen Gericht für Minderjährige informiert. Wie sich herausstellte, befand er sich bereits seit Wochen wegen anderer Eigentumsdelikte in einem Zentrum für Minderjährige, dass er nicht verlassen kann. Seitdem der Minderjährige sich in diesem Zentrum aufhielt, hatte es auch keine weiteren Brände gegeben.

6 Kommentare

  1. @Max Mir sind 3 weitere Standorte der bomberos bekannt: Corralejo, Puerto del Rosario und Gran Tarajal. Letztere wären wohl in ähnlicher Entfernung wie die aus Morro Jable gewesen.

  2. Würde mich auch interessieren von woher die Feuerwehr kommt. Da ich bei einer Berufsfeuerwehr arbeite habe ich schon öfters nach Feuerwachen Ausschau gehalten. Bisher ist mir im Süden nur die Wache in Morro bekannt.

  3. Ein paar offene Fragen:
    Woher kam die Feuerwehr?
    Vermutlich nicht aus Costa Calma, oder?
    Warum gibt es in Costa Calma keine Feuerwehr?
    Dann sollten diese Brände als Anlass genommen werden, auch in Costa Calma eine Feuerwache zu errichten !

  4. Am 21.11. um 2.35 habe ich das Feuer bemerkt aufgrund des Geruchs und auch von meiner Wohnung aus gesehen.
    Ein Foto habe ich an die App Alert cops geschickt mit der Vermutung, es könnte in der Nähe der Bushaltestelle am Kreisel sein.
    Zunächst erfolgte keine Reaktion, später hiess es, es wird sich drum gekümmert.
    In den folgenden Tagen versuchte ich den Brandort zu finden, was mir merkwürdigerweise nicht gelang.
    Wenn ich nicht das Foto gehabt hätte, hätte es ein böser Traum gewesen sein können…
    Dann habe ich die Sache ad acta gelegt.
    Und bin heute verblüfft über den Bericht!

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