„Mein Schiff“ entdeckt Flüchtlingsboot mit 42 Menschen vor Südküste von Fuerteventura

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Archivfoto

Am Samstag, 26.12.2020, wurden zwei sogenannte Pateras („Flüchtlingsboote“) mit insgesamt 74 Menschen an Bord vor der Küste Fuerteventuras entdeckt.

Bereits am frühen Morgen wurde eine Patera rund 8 Seemeilen vor der Küsten von El Castillo entdeckt. Das Rettungsboot Mizar nahm die 32 Menschen an Bord und nahm das Schlauchboot ins Schlepptau und brachte sie anschließend in den Hafen von Puerto del Rosario.

Dort werden die Migranten per PCR-Test auf Corona getestet und von der Nationalpolizei erkennungsdienstlich erfasst. Vorübergehend werden die Menschen in einer provisorischen Unterkunft in einer Halle auf dem Hafengelände untergebracht.

Unter den Migranten befanden sich 7 Frauen und zwei Kinder. Sie stammen nach Angaben der Regierungsdelegation auf Fuerteventura aus Guinea, Sierra Leone, Kamerun, Mali und dem Senegal.

Das Rote Kreuz übernahm die medizinische Erstversorgung. Es musste jedoch niemand zur weiteren Behandlung in eine Ärztezentrum oder ins Krankenhaus gebracht werden.

TUI Mein Schiff meldet Schlauchboot mit 42 Personen an Bord vor Fuerteventura

Am Nachmittag des 26.12.2020 gegen 16.00h meldete das Kreuzfahrschiff „TUI Mein Schiff“ eine weitere Patera. Diese befand sich in etwa auf der Höhe von Gran Tarajal.

Das Kreuzfahrtschiff hielt bis zum Eintreffen des Rettungsbootes Mizar die Stellung, um den Migranten im Notfall zur Hilfe kommen zu können. Das SAR-Flugzeug Sasemar 101 bestätigte ebenfalls die Position des Schlauchbootes.

Die Mizar nahm die 42 Personen an Bord der Patera auf und brachte sie ebenfalls nach Puerto del Rosario.

404 Afrikaner in 24 Stunden auf den Kanaren

Insgesamt haben am 26.12.2020 zehn Boote mit 404 Menschen aus Afrika die Kanarischen Inseln erreicht. Außer den beiden Booten, die in den Gewässern vor Fuerteventura entdeckt wurden, wurden 8 weitere vor Gran Canaria und Teneriffa entdeckt.

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