15-köpfige Drogenschmugglerbande auf Fuerteventura und Gran Canaria festgenommen

Drogenbande-Fuerteventura

Ermittler der Nationalpolizei haben 15 mutmaßliche Mitglieder eines Drogenschmugglerrings festgenommen, die Heroin von Holland aus nach Fuerteventura und Gran Canaria eingeführt haben sollen.

Es handelt sich um 14 Männer und eine Frau im Alter zwischen 20 und 61 Jahren. Die Festgenommenen stammen aus der Dominikanischen Republik, Spanien, Nigeria, Kolumbien und Venezuela.

Das Heroin soll mithilfe von Kurieren, die die Drogen im Körper versteckten, auf Flügen von Holland auf die Kanaren geschmuggelt worden sein.

Bei insgesamt 9 Hausdurchsuchungen auf Fuerteventura und Gran Canaria wurden insgesamt 1,5 Kilo Heroin, 1,4 Kilo Kokain, 275 Gramm Methamphetamin, 550 Gramm Haschisch und 100.000 Euro Bargeld sichergestellt.

Ermittlungen begannen bereit Anfang 2019

Zu Beginn des Jahres 2019 wurden Ermittler der Nationalpolizei auf eine Drogenverkaufsstelle im Stadtviertel Schamann in Las Palmas de Gran Canaria aufmerksam. Dort verkauften mehrere Dealer Tag und Nacht Heroin.

Die Beamten fanden heraus, dass das Heroin über sogenannte „mulas“ auf Direktflügen von Holland nach Gran Canaria kam.

Sie konnten auf 2 Flügen insgesamt 5 Männer und 1 Frau ausfindig machen, die Heroin in ihrem Körper transportierten. Die Personen aus Nigeria, Spanien und der Dominikanischen Republik wurden nach der Landung auf dem Flughafen von Gran Canaria festgenommen.

Die Ermittlungen mündeten in der Durchsuchung von 5 Immobilien in Puerto del Rosario (Fuerteventura) und 4 auf Gran Canaria. Dabei wurden weitere 9 mutmaßliche Bandenmitglieder wegen Drogenhandels und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung festgenommen.

Alle festgenommenen Verdächtigen wurden dem Haftrichter vorgeführt. Gegen 11 Personen wurde Untersuchungshaft angeordnet.

Strafandrohung für Drogendelikte im spanischen Strafgesetzbuch

Die Bestrafung von Drogendelikten in Spanien hängt von der Gefährlichkeit der gehandelten Substanzen, deren Menge und von den äußeren Umständen ab.

Als gefährliche Drogen gelten unter anderem Kokain, Heroin und Extasy. Cannabis gilt dagegen als „weniger gefährliche Droge“.

Für den einfachen Handel mit gefährlichen Drogen ohne mildernde oder erschwerende Umstände sieht der spanische código penal eine Haftstrafe von 3 bis 6 Jahren und eine Geldstrafe des dreifachen Wertes der Drogen vor.

In einem minder schweren Fall, z.B. bei geringen Mengen oder persönlichen Umständen, gibt es noch 1 bis 3 Jahre Haft und eine Geldstrafe in Höhe des halben Drogenwertes.

Wer als Mitglied einer kriminellen Organisation mit harten Drogen handelt, muss mit 9 bis 12 Jahren Haft und einer Geldstrafe in Höhe des vierfachen Drogenwertes rechnen.

Wer innerhalb einer kriminellen Organisation eine Führungsrolle hat und mit harten Drogen handelt, dem droht eine Haftstrafe von 12 bis 18 Jahren und eine Geldstrafe in Höhe des 4 bis 6-fachen Drogenwertes.

Bestimme den Lohn für unsere Arbeit!

Wenn Du unsere Inhalte nützlich, unterhaltsam oder informativ findest, kannst Du den Lohn für unsere Arbeit selbst bestimmen. Das geht ganz einfach über diesen Link:

https://www.fuerteventurazeitung.de/du-bestimmst-den-lohn-fuer-unsere-arbeit/

1 Kommentar

  1. Das sind doch gute Nachrichten. Hoffe das diese Personen die höchste Haftstrafe bekommen und nach Vollendung ausgewiesen werden mit einem lebenslangen Einreiseverbot nach Spanien und den Kanaren.

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten