Kanarische Regierung: trotz neuer spanischer Vorschrift keine Maskenpflicht am Strand oder in Natur

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Der Sprecher der kanarischen Regierung, Julio Pérez, hat nach der heutigen Regierungssitzung die Ansicht geäußert, dass die neue spanische Regelung der Maskenpflicht nichts an den bisherigen in den Autonomen Regionen geltenden Ausnahmen ändere.

Die Ausnahmen in der kanarischen Regelung sehen vor, dass man beim Sonnenbaden am Strand die Maske abnehmen darf, wenn man sich auf seinem Handtuch oder auf seiner Liege aufhält und 2 Meter Abstand von anderen Strandnutzern einhält. Auch in der „freien Natur“ braucht man auf den Kanaren keine Maske zu tragen.

Die Autonome Region der Kanaren geht also davon aus, dass die bisher auf den Inseln geltenden Vorschriften weiterhin durch die neuen, spanienweit geltenden Regeln gedeckt sind.

Daher werden auf den Kanaren die bisher geltenden Vorschriften bezüglich der Maskenpflicht und die darin enthaltenen Ausnahmen weiterhin angewendet.

Für Einwohner und Urlauber bedeutet das erst einmal: es bleibt alles wie gehabt.

Unnötige Verunsicherung der Bevölkerung und potentieller Urlauber

Die jüngste Vorgehensweise der spanischen Regierung von Pedro Sánchez zeigt einmal mehr, mit wie wenig Fingerspitzengefühl man trotz mittlerweile mehr als einem Jahr Pandemieerfahrung noch immer vorgeht.

Warum lässt man eine solche Bombe platzen, ohne sich vorher mit den Präsidenten der Autonomen Regionen abzustimmen?

Wenn vorgesehen ist, dass die Regelungen der Autonomen Regionen weiterhin bestehen bleiben sollen, warum wird dies nicht klarer kommuniziert? Warum hat sich die kanarische Regierung zu so einem wichtigen Sachverhalt nicht sofort zu Wort gemeldet?

Die Kommentare auf der Webseite und der Facebookseite der Fuerteventurazeitung haben gezeigt, dass so mancher potentielle Tourist sich angesichts solcher völlig weltfremden Vorschriften entschieden hat, seine Reisepläne nach Fuerteventura bzw. Spanien auf Eis zu legen. Das hätte für die Entscheidungsträger vorhersehbar sein müssen.

Allerdings muss auch klar sein, dass es sich bei der oben beschriebenen Rechtsauffassung der kanarischen Regierung um eine Interpretation handelt. Die Balearen teilen diese Auffassung.

Das bedeutet aber noch lange nicht, dass die spanische Regierung dieselbe Auffassung vertritt. Es wäre nicht das erste Mal, dass die spanische Regierung Alleingänge einer Autonomen Region von einem Gericht überprüfen ließe.

Zuletzt hatten die Kanaren sich gegen die spanische Zentralregierung aufgelehnt, als es darum ging, auch die Antigenschnelltests für die Einreise zuzulassen. Die spanische Regierung hatte sich damals durchgesetzt. Bis heute braucht man für die Einreise auch auf den Kanaren einen PCR-Test.

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11 Kommentare

  1. @Jockel, die „Ankündigungen“ von Pedro Sánchez für bare Münze zu nehmen, erfordert nach unserer Einschätzung einiges an Naivität. Er hatte vor seiner Wahl auch versprochen, nicht mit Podemos, den katalanischen Separatisten oder Parteien, die den ETA-Terror nicht verurteilen, zu koalieren. Am 04.05. wird in der Autonomen Region Madrid gewählt. Umfragen zufolge sieht es für Sanchez´ PSOE dort nicht gut aus. Leere Versprechungen vor Wahlen wären also nicht überraschend. Selbst wenn der Alarmzustand nicht verlängert wird, ist der „Gesundheitsnotstand durch die Pandemie“ deshalb nicht zwangsläufig beendet. Und im Gesetz, das die Maskenpflicht vorschreibt, steht ausdrücklich drin, dass es über das Ende des Alarmzustands hinaus weiter gilt, bis dieser Gesundheitsnotstand offiziell für beendet erklärt wird.

  2. Es besteht die berechtigte Aussicht, dass das „Problem“ sich ab 10. Mai erledigt, denn der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat heute angekündigt, dass der Alarmzustand über den 9.5. hinaus nicht verlängert werden soll……..good news für Fuerte Fans, oder?

  3. Ja, Nein, Vielleicht. Niemand weiß, wer sich durchsetzen wird. Madrid oder die Regionalregierung?

    Ich weiß aber, dass ich nicht mit diesem Lappen im Gesicht den Strand betreten werde. Daher ist Fuerte so lange gestrichen, solange diese Gefahr besteht. Griechenland ist vermutlich auch ganz nett.

  4. Hätte ich bessere Flugverbindungen gefunden, hätten wir am gleichen Abend Fuerteventura zugunsten Oman storniert!

  5. So vernünftig oder unvernünftig die neue gesetzliche Regelung aus Madrid sein mag, sie ist doch offenbar gültig. Wie können dann autonome Gemeinschaften wie die Kanaren oder die Balearen diese einfach ignorieren? Ist Spanien kein Rechtsstaat, in dem Gesetze für alle gelten?

  6. Ich habe gerade einen Lach-Flash und hoffe, dass die Ausnahme bestehen bleibt: der deutsche, wohl geformte Nackedei ohne Schutz seiner Blöße in einem Steintrog am Strand wird zur Kasse gebeten. Nicht wegen seiner üppigen Nacktheit. Neeee. Sondern wegen eines fehlenden Mundschutzes. Und ich überlege gerade, wie ich, überführbar des Regelbruches durch nahtlose Bräune im Gesicht, den Frevel schminktechnisch kaschiere. Ich liebe diese Herausforderungen einfach 😜 und freue mich auf Fuerte🌞

  7. Tja ne.
    Das scheint die FZ-Leserschaft jetzt nicht so besonders zu interessieren.
    – Aber was nicht ist, kann ja noch kommen.
    – Auf jeden Fall aber schon mal ein ganz dickes Lob für die beiden Arschtritt-Grafiken :thumbsup:
    p.

  8. Es gibt halt leute mit verstand und zivilqurage eigentlich schade das es nicht mehr in der politik gibt

  9. zu spät kommt das spanische Dementi, ich habe 4 Wochen fuerte storniert und auf Griechenland umgebucht

  10. Yes! 🎉

    Selbst mir als eingefleischtem Fuerte-Fan (der aktuell hier sogar nach einem Haus sucht), wäre das bei weitem zu viel geworden. Ich hatte sogar mit dem Gedanken gespielt, abzureisen.

    Das Thema hat mir heute echt auf die Stimmung geschlagen, auch wenn ich mir ziemlich sicher war, dass auch diese „Suppe nicht so heiss gegessen wird, wie sie gekocht wird“ 😉

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