Spanische Luftsicherheit meldet Laser-Attacke auf Piloten beim Überflug von Fuerteventura

Laser-Attacke-Fuerteventura

Spanische Flutlotsen haben einen Zwischenfall mit einem Laser auf einem Flug von Gran Canaria nach Lanzarote gemeldet. Beim Überflug von Fuerteventura hatte eine unbekannte Person am 11.11.2021 von Corralejo aus einen Laserstrahl auf die Cockpitfenster des Flugzeugs gerichtet.

Wie in solchen Fällen üblich hat die Flugsicherheit die Informationen über den Vorfall direkt an die Guardia Civil weitergeleitet, nachdem der Pilot diesen gemeldet und die Koordinaten des vermuteten Standortes des Angreifers übermittelt hatte. Natürlich sind die Chancen, in einem solchen Fall einen Täter zu ermitteln, eher gering.

Glücklicherweise wurde der Pilot beim Überflug über Fuerteventura nicht geblendet. Er konnte das Flugzeug sicher wie geplant auf dem Flughafen von Arrecife landen.

Kein Dummer-Jungen-Streich

Das Blenden eines Piloten oder auch eines Autofahrers ist alles andere als ein Dummer-Jungen-Streich. Entsprechend hoch sind auch die Bußgelder, die dafür im „Gesetz zur Sicherheit der Bevölkerung“ vorgesehen sind: 30.001 bis 600.000 Euro.

Dass es sich nicht um nur um einen dummen Streich handelt, wird deutlich, wenn man sich die Konsequenzen ausmalt, wenn ein Pilot eines voll besetzten Passagierflugzeugs oder der Fahrer eines voll beladenen LKWs plötzlich nicht mehr richtig sehen kann.

Besonders gefährlich ist eine solche Laserattacke beim Start oder bei der Landung. Ein Laserangriff kann einen Piloten blenden, ihn vorübergehend blind machen oder gar sein Augenlicht dauerhaft schädigen.

In 2018 haben mindestens 3 spanische Piloten irreparable Schäden an ihrer Netzhaut infolge von Laserangriffen erlitten und zumindest einen Teil ihrer Sehkraft eingebüßt.

Leider sind solche Laserangriffe heutzutage ja auch immer häufiger bei Fußballspielen und Konzerten zu beobachten, mit dem entsprechenden Risiko für die Sportler und Künstler.

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2 Kommentare

  1. Ja das ist sehr sehr gefährlich, bisher war ich selbst noch nicht betroffen, Kolleg*inneb schon.
    Es reicht schon aus, dass die Blendung den Pilot*innen das genaue Ablesen der Instrumente minutenlang unmöglich ist. Das kann, insbesondere im Landeanflug, zum Absturz führen.
    Leider werden bei Foto-/Elektronic Chops in Touristengebieten unlizensierte Laserpointer angeboten. Es ist völlig unverständlich, dass diese für den Luftverkehr gefährlichen Werkzeuge immer noch ungestraft verkauft werden.

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