Festnahme nach mutmaßlichem Betrug mit Ferienhäusern auf Fuerteventura

Guardia-Civil

Die Guardia Civil hat am 21. Dezember 2021 auf Fuerteventura einen 32-jährigen Mann festgenommen. Ihm wird gewerbsmäßiger Betrug, Urkundenfälschung und die strafbare Verwendung von fremden registrierten Markennamen im Zusammenhang mit der Vermietung von Ferienhäusern auf Fuerteventura vorgeworfen.

Der Mann soll bereits zuvor wegen gleichartiger Delikte aufgefallen sein.

Die Guardia Civi gab außerdem bekannt, gegen eine ebenfalls 32-jährige Frau wegen derselben Delikte ermitteln.

Die Ermittlungen begannen nach der Anzeige eines Geschädigten am 17. November 2021 auf der Wache der Guardia Civil in Puerto del Rosario.

Die Geschädigten trugen vor, dass sie über ein offenbar falsches Facebook-Profil ein Ferienhaus gebucht hatten. Nachdem sie eine Anzahlung geleistet hatten, antworteten die mutmaßlichen Täter nicht mehr auf Anrufe und Nachrichten der Opfer.

Insgesamt vier Anzeigen gingen bei der Polizei ein, die immer wieder dieselbe Vorgehensweise der Betrüger schilderten.

Versand von falschen Rechnungen

Offenbar brachten die Betrüger ihre Opfer dazu, Zahlungen mit dem spanischen Onlinebezahldienst Bizum oder per Banküberweisung zu leisten.

Nach Erhalt der Zahlung versendeten sie als Buchungsbestätigung falsche Rechnungen, die so aussahen, als wären sie von renommierten Firmen der Ferienhausbranche auf Fuerteventura ausgestellt worden. Zum Fälschen der Rechnungen verwendeten sie die Logos oder eingetragenen Markenzeichen der Firmen. Die Unternehmen treten daher im Verfahren ebenfalls als Geschädigte auf, da ihre Rechte an ihren Marken in strafbarer Weise verletzt wurden.

Die Erstellung von gefälschten Rechnungen stellt den Straftatbestand der Urkundenfälschung dar.

Ermittlungen noch nicht abgeschlossen

Die Guardia Civil wies in einer Presseerklärung darauf hin, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind. Es gingen weitere Anzeigen wegen ähnlicher Straftaten ein. Es sei daher nicht ausgeschlossen, dass es weitere Geschädigte gibt und dass es im Laufe der Ermittlungen zu weiteren Festnahmen komme.

Wenige schwarze Schafe schädigen das Image einer ganzen Branche

Auf Fuerteventrua gab es im Sommer 2021 etwas mehr als 5.100 registrierte Ferienwohnungen mit einer Gesamtbettenkapazität von etwas mehr als 22.300, deren Vermieter wohl zum allergrößten Teil seriös arbeiten.

Darüber hinaus gibt es noch eine sicher nicht unerhebliche Zahl von nicht registrierten Ferienwohnungen, deren Eigentümer es zwar mit der Einhaltung der Vorschriften gegenüber dem Fiskus und den Behörden nicht allzu genau nehmen, aber sich zumindest ihren Gästen gegenüber trotzdem einwandfrei verhalten.

Wer also auf Fuerteventura eine Ferienwohnung mietet und einige Tipps zur Sicherheit bei der Buchung beachtet, braucht also in der Regel nicht damit zu rechnen, einer Betrugsmasche zum Opfer zu fallen.

Tipps für die sichere Anmietung einer Ferienwohnung auf Fuerteventura

  • Augen auf bei vermeintlichen Schnäppchen! Wenn eine Ferienwohnung deutlich unter dem marktüblichen Preise angeboten wird, könnte dies ein Warnzeichen für eine Betrugsabsicht sein. Niemand, der seriös arbeitet, hat etwas zu verschenken. Allerdings kommt es durchaus auch vor, dass seriöse Anbeiter kurzfristig, z.B. wegen einer Stornierung, sehr günstige Sonderangebote machen.
  • Zahlung möglichst per Kreditkarte! Bei einer Zahlung mit Kreditkarte hat der Kunde mehr Möglichkeiten, auf einen Betrug zu reagieren.
  • Werbung, Kommunikation und Belege aufbewahren. Die Guardia Civil empfiehlt, sämtliche Chatverläufe und Email-Kommunikation zu speichern und sämtliche Werbung, Unterlagen und Belege im Zusammenhang mit der Anmietung bis nach der Reise aufzubewahren. Dies erleichtert spätere Reklamationen wegen Mängeln an der vermieteten Wohnung und kann bei Bedarf als Beweismaterial dienen.
  • Bekannte Plattformen bieten einen gewissen Schutz. Doch natürlich kann man auch beim Eigentümer direkt buchen. Dabei hilfreich sind persönliche Empfehlungen, am besten per Mund-zu-Mund-Propaganda. Es spricht auch nichts dagegen, im Urlaub Kontakt mit einem Vermieter aufzunehmen und möglichst die angebotene Ferienwohnung zu besichtigen, um diese für den nächsten Urlaub zu reservieren.
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