Infrastruktur auf Fuerteventura: bald eine Lösung der Probleme bei der Wasserversorgung in La Pared?

La Pared Wasserversorgung

David de Vera, Ratsmitglied der Inselregierung von Fuerteventura und für die Wasserversorgung auf der Insel zuständig, hat noch Ende Dezember 2021 die Bauarbeiten im Ort La Pared besucht. Die Gemeinde Pájara hat dort kürzlich mit der Erneuerung der Trinkwasser- und Abwasserleitungen begonnen.

Die Gemeinderäte Alexis Alonso und José Manuel Díaz, in der Gemeinde Pájara zuständig für die Ressorts „öffentliche Bauten“ bzw. „öffentliche Dienstleistungen“, koordinieren gemeinsam mit de Vera diese Baumaßnahmen mit dem Ziel, dass diese in perfektem Zustand von der Gemeinde übernommen werden können.

Laut David de Vera werden die Bauarbeiten vom CAAF (Consorcio de Abastecimiento de Aguas de Fuerteventura = Wasserversorgungsverband von Fuerteventura) koordiniert und überwacht, wobei ebenfalls Verbesserungsvorschläge eingebracht werden, um eine bessere Wasserversorgung zu garantieren. Die Baumaßnahmen schaffen eine effizientere Infrastruktur mit dem Ziel, die Lebensqualität der Anwohner von La Pared zu verbessern.

Alexis Alonso, Gemeinderat für öffentliche Bauten, erklärte, dass die Bauarbeiten von der Gemeinde Pájara ausgeführt werden, um die Grundversorgung der Urbanisation La Pared bereitzustellen und so eine historische Forderung der Einwohner zu erfüllen. Zu den Arbeiten, die ausgeführt werden, gehören unter anderem die Erneuerung des Trinkwassernetzes und des Abwassersystems.

Im Rahmen des Projekts werden außerdem andere Infrastruktureinrichtungen wie die Straßenbeleuchtung, der Straßenbelag, Bürgersteige, Fußgängerüberwege und die Fahrbahnmarkierungen verbessert.

Pflichterfüllung nur unter Zwang

Die Gemeinde Pájara hat mit den Arbeiten an der Infrastruktur in La Pared keineswegs freiwillig begonnen. Letztlich haben es die Anwohner von La Pared dem Nachbarschaftsverein „asociación de vecinos viejo rey“ zu verdanken, dass sich im Ort endlich etwas tut.

In einem langjährigen Gerichtsverfahren hat der Verein dafür kämpfen müssen, bis schließlich auch in der letzten Instanz festgestellt wurde, dass die Gemeinde ihre Kontrollpflichten gegenüber dem Erschließungsträger verletzt und die Urbanisation durch die Erteilung von Baugenehmigungen und das Kassieren von Grundsteuern bereits stillschweigend übernommen hatte. Aufgrund dieser stillschweigenden Übernahme und vor allem auch wegen der Verletzung der Kontrollpflichten ist die Gemeinde dazu verurteilt worden, die Infrastruktur zur Grundversorgung des Ortes bereitzustellen sowie für die Pflege und Instandhaltung aufzukommen.

Die größte und vielleicht wichtigste Baustelle ist nach wie vor die Wasserversorgung. Diese hat sich zwar etwas stabilisiert, aber erfordert noch immer regelmäßiges manuelles Eingreifen, damit alle Häuser vor allem in Zeiten starker Nachfrage ausreichend Wasser abbekommen. Außerdem stellt das CAAF den Bürgern, nach Auffassung des Nachbarschaftsvereins widerrechtlich, die Kosten für Wasserverluste im maroden Leitungsnetz in Rechnung. Die Beträge für die berechneten Wasserverluste erreichen in vielen Fällen die Kosten für den tatsächlichen Wasserverbrauch der einzelnen Haushalte.

Bezüglich der Urbanisation „Cañada del Rio“ ist kürzlich ein Urteil gegen die Gemeinde Pájara ergangen, das ähnliche positive Auswirkungen für die Bürger von Costa Calma haben könnte.

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3 Kommentare

  1. Wo verschwinden die vielen Steuergelder? Ohne die alte Infrastruktur der 80’er würde es kaum Leben geben. Nun bei Millionen von Urlaubern fehlt das Geld für die Wasserversorgung. Das stinkt gewaltig.

  2. Ja ,wir bezahlen alle 2 Monate für ca. 50bis 60m3 Wassergeld
    alle 2 Monate auch wenn kein Wasser verbraucht wurde !!!!!??????
    Das sind dann wohl die Wasserverluste !?

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