Betreuer rettet 17jährigem Fußballspieler das Leben

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Am 23. April 2022 wäre es im Rahmen eines Fußballspiels auf Gran Canaria fast zu einer Tragödie gekommen. Bei einem Spiel der Jugendmannschaften von Club Deportivo Becerril und Gáldar blieb nach einem harten Spiel der 17 jährigen Enrique am Boden liegen. Der Schiedsrichter pfiff das Spiel ab, um den Jungen behandeln zu lassen.

Schnell wurde klar, dass es sich um eine sehr ernste Situation handelte, da der Spieler am ganzen Körper krampfte und Anzeichen von Ersticken aufwies.

Glück im Unglück

Zum Glück für den 17jährigen hatte Borja Gonzáles, einer der Betreuer der gegnerischen Mannschaft, der als Beamter der Guardia Civil arbeitet, einen sogenannten Guedel-Tubus bei sich. Mit diesem Tubus kann man die oberen Atemwege freihalten. Dem Beamten gelang es unter einem gewissen Kraftaufwand mit beiden Händen, dem jungen Spieler den Mund zu öffnen und den Tubus anzulegen. Sofort begann der Junge wieder eigenständig zu atmen. Der Beamte und die anderen Betreuer brachten den Jungen in die stabile Seitenlage und überwachten ihn bis zum Eintreffen des Rettungswagens.

Nach einer ersten Untersuchung vor Ort wurde der junge Mann dann ins Krankenhaus gebracht. Seine Genesung verlief schnell und gut.

Der Krankenwagen brauchte etwa 20 Minuten

Bedenkt man, dass nach Informationen in verschiedenen Medien der Rettungswagen erst nach rund 20 Minuten am Ort des Geschehens eingetroffen sein soll, ist klar, dass der 17jährige zumindest seine körperliche Unversehrtheit, wenn nicht gar sein Leben dem raschen Eingreifen des Betreuers der gegnerischen Mannschaft zu verdanken hat.

Es ist keineswegs normal, dass jemand einen derartigen Tubus bei sich hat. Der Beamte der Guardia Civil, der mit der Anwendung dieses medizinischen Hilfsmittels vertraut ist, hatte den Tubus in seinen persönlichen Sachen bei sich. Nur mit Hilfe dieses Tubus gelang es dem Beamten, eine Tragödie vor den Spielern, Betreuern und den rund 200 Zuschauern im Stadion zu verhindern.

„Zunge verschuckt“

Wahrscheinlich hatte bei dem 17jährigen Enrique im Rahmen seiner Bewusstlosigkeit die Zunge die Atemwege blockiert. Dieser Art der Blockierung der Atemwege wird gemeinhin auch „Verschlucken der Zunge“ genannt. Passieren kann das, wenn bei einer bewusstlosen Person, die in Rückenlage liegt die Zunge durch das Erschlaffen der Muskeln die Zunge in den Hals zurücksinkt und so die Atemwege blockiert.

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