Gibt es einen neuen Fluss auf Fuerteventura?

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Diese Frage stellte man sich unwillkürlich, denn wie ein Fluss lief kostbares Trinkwasser am 20.01.2023 durch die Costa Calma im Süden von Fuerteventura. Bewohner und Touristen sahen sich am Freitag Mittag echten Wassermassen gegenüber, die ab Höhe Centro de Salud über die Straße flossen. Das Wasser suchte sich seinen Weg und lief munter bis an den Kreisverkehr am Ortseingang.

Wie man uns auf Nachfrage bei der Gemeinde erklärte, kam das Wasser in diesem Fall nicht aus dem „bekannten Leck“ im Bereich des Centro de Salud. Den neuen Fluss auf Fuerteventura hatte man einem Unfall bei den Bauarbeiten am Weg zwischen dem Gebäude der Gemeinde und dem öffentlichen Gesundheitszentrum zu verdanken. Hier hatte man beim Bauen versehentlich eine Wasserleitung beschädigt. Die Arbeiter der mit dem Bau beauftragten Firma sollen bereits mit der Reparatur beschäftigt sein. Bisher soll nur der Druck im betroffenen Bereich aus dem Netz genommen worden sein. Ob ein komplettes Abstellen des Wasser zur Reparatur notwendig sein wird, war gegen 16.15 Uhr noch nicht klar.

Schlechtes Timing

Nur kurz bevor der neue Wasserschaden an der Costa Calma gemeldet worden war, hatte die Gemeinde Pájara in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass die Techniker die Havarie auf der Straße Avenida Jahn Reisen reparieren konnten, ohne den betroffenen Haushalten das Wasser erneut abdrehen zu müssen. Kurze Zeit später kam es dann zur Havarie durch die oben erwähnten Arbeiten, allerdings in einem anderen Bereich der Costa Calma.

Nicht nur an der Costa Calma

Überall auf der Insel gibt es immer wieder Probleme mit der Wasserversorgung der Bevölkerung. Auch in La Lajita und vielen anderen Orten leiden die Bewohner darunter, dass manchmal einfach kein Wasser aus dem Hahn kommt. Mal sind es nur Stunden, mal sind es Tage.
Hinzu kommt, dass einige Häuser oder Wohnanlagen entweder gar keine oder nur ein unzureichend groß ausgelegte Wasserreserve vorweisen können. Eine derartige Wasserreserve ist baurechtlich jedoch vorgeschrieben.

Insbesondere im Süden von Fuerteventura wird die Forderung nach einer Entsalzungsanlage speziell für und im Süden immer größer. Zur Zeit gibt es Meerwasserentsalzungsanlagen des Caaf (öffentlicher Wasserversorger) in Corralejo, Puerto del Rosario und Gran Tarajal.

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7 Kommentare

  1. Was für eine Verschwendung!
    Und das in der heutigen Zeit, wo Krieg, Pandemie, Inflation und Umweltverschmutzung die Menschheit beutelt. Wer hat die für diesen Zustand an der Costa calma zuständigen Politiker und Unternehmer eigentlich berufen ?
    Kann man diese Leute für den Zustand der Costa calma verantwortlich machen? Eine top Werbung für den Tourismus, scheint aber niemanden zu interessieren. Ich wünsche euch viel Erfolg.

  2. Was haben die Wasserleitungen auf Fuerteventura und Käse aus der 🇨🇭 gemeinsam ?🤔 Richtig Löcher nur daß diese im Falle der Wasserversorgung schlecht sind.Die Inselregierung tut gut daran das Leitungsnetz fit für die Zukunft fit zu machen da es mit viel Energie aus Meerwasserentsalzungsanlagen gewonnen wird. Hier muss dringend was getan werden,alle anderen Projekte müssten dafür aufgeschoben werden.

  3. Und täglich grüsst das Murmeltier. Die unendliche Geschichte der Wasserprobleme an der Costa Calma. Es vergeht kein Tag an dem nicht an irgendeiner Stelle ein Wasserschaden entsteht. Und die Gemeinde und Wasserversorger streiten sich. Alles ohne Rücksicht auf die Bevölkerung. Hauptsache man kann die jeweilige Schuld auf den anderen schieben.

  4. Oh je, das scheint eine leider “ never ending story“ zu sein . Da müsste die Inselregierung mal richtig ran . Alle anderen Projekte der Insel müssten ab sofort zurück gestellt werden.

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