Kanarische Regierung billigt Strategische Umweltprüfung für Raumplanung der Gemeinde Pajara

Umweltkommission-Kanarische-Regierung

Die kanarische Regierung hat ihre Zustimmung für die Strategische Umwelterklärung (Declaración Ambiental Estratégica, DAE) des Allgemeinen Raumordnungsplans der Gemeinde Pájara (Plan General de Ordenación de Pájara/ PGOU) auf Fuerteventura zugestimmt. Die Autonome Kommission für Umweltbewertung (Comisión Autonómica de Evaluación Ambiental, CAEA) genehmigte das Dokument in ihrer Sitzung vom 14. Juli 2026 und schloss damit das in dem spanischen Umweltbewertungsgesetz 21/2013 vom 9. Dezember 2013 vorgesehene Verfahren ab.

Mit dieser Entscheidung rückt die endgültige Genehmigung des neuen kommunalen Planungsinstruments für die Gemeinde Pájara einen entscheidenden Schritt näher. Der Allgemeine Raumordnungsplan gilt als zentrales Instrument für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde, da er festlegt, wie Flächen genutzt werden dürfen und wie sich Wohngebiete, touristische Zonen, Gewerbeflächen und geschützte Naturbereiche entwickeln können.

Vertreter der Gemeinde Pájara bei Sitzung anwesend

Die Sitzung der Umweltkommission wurde von der Vizeregierungsrätin für Raumplanung und demografische Herausforderungen, Elena Zárate, geleitet. Als geladener Gast nahm außerdem der Gemeinderat für Stadtplanung, öffentliche Arbeiten und Dienstleistungen der Gemeinde Pájara, Alexis Alonso Rodríguez, an der Sitzung teil.

Nach der Genehmigung der Strategischen Umwelterklärung liegt der nächste Schritt nun bei der Gemeinde Pájara. Sie muss die in der Umweltprüfung festgelegten Vorgaben, Bedingungen und Umweltschutzmaßnahmen in den endgültigen Planentwurf integrieren. Erst danach kann die abschließende Genehmigung des neuen Planungsdokuments erfolgen.

Wichtiger Meilenstein für die Gemeinde

Der Regierungsrat für Raumordnung, territorialen Zusammenhalt und Wasser in der kanarischen Regierung, Manuel Miranda, bezeichnete die Genehmigung als einen sehr bedeutenden Fortschritt für Pájara. Er erklärte, die Entscheidung zeige, dass sich territoriale Entwicklung und höchste Umweltstandards miteinander vereinbaren ließen.

Nach seinen Worten bringe die Vereinbarung die Gemeinde deutlich näher an die endgültige Verabschiedung eines wesentlichen Planungsinstruments heran, das das zukünftige Wachstum nach Kriterien der Nachhaltigkeit und der Rechtssicherheit steuern werde.

Besonders hervor hob Miranda, dass es sich um einen historischen Meilenstein für die Gemeinde handelt. Der Allgemeine Raumordnungsplan von Pájara gehört zu den ersten Generalplänen auf den Kanaren, deren gesamtes Genehmigungsverfahren vollständig nach den Vorgaben des Gesetzes 21/2013 über die strategische Umweltprüfung von Plänen und Programmen durchgeführt wurde.

Umweltaspekte von Beginn an berücksichtigt

Die strategische Umweltprüfung soll sicherstellen, dass Umweltaspekte bereits in den frühen Phasen der Planung berücksichtigt werden. Dadurch können Entscheidungen über das zukünftige Raummodell einer Gemeinde unter Berücksichtigung ihrer Auswirkungen auf Natur, Landschaft und Ressourcen getroffen werden.

Mit der nun genehmigten Strategischen Umwelterklärung werden Umweltgesichtspunkte vollständig in die Ausarbeitung und Entscheidungsfindung des künftigen Allgemeinen Raumordnungsplans von Pájara eingebunden. Ziel ist es, die natürlichen Werte des Gemeindegebiets besser zu schützen, die verfügbaren Ressourcen verantwortungsvoll zu nutzen und eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung zu gewährleisten.

Gerade für eine flächenmäßig große Gemeinde wie Pájara, die sowohl bedeutende touristische Zentren wie Costa Calma und Morro Jable als auch ausgedehnte Naturräume umfasst, besitzt die langfristige Raumplanung eine besondere Bedeutung. Entscheidungen über Wohnungsbau, Infrastruktur, Verkehrsflächen, touristische Entwicklungen und Naturschutzgebiete wirken sich oft über Jahrzehnte hinweg auf die Entwicklung der Gemeinde aus.

Umweltkommission als Schlüsselorgan

Manuel Miranda betonte außerdem die zentrale Rolle der Autonomen Kommission für Umweltbewertung. Nach seinen Angaben sorgt die Kommission dafür, dass Raumordnungs- und Stadtplanungsinstrumente auf den Kanaren von Beginn an Umweltkriterien berücksichtigen. Dadurch werde eine strengere, transparentere und stärker an den Grundsätzen nachhaltiger Entwicklung orientierte Planung ermöglicht.

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