Westlich der Ortschaft Los Molinos in der Gemeinde Puerto del Rosario haben sich in der Nacht vom 12. auf den 13. Juli 2026 innerhalb weniger Stunden drei Erdbeben ereignet. Das stärkste der registrierten Beben erreichte eine Magnitude von 3,2 und wurde nach Angaben des Nationalen Geografischen Instituts Spaniens (Instituto Geográfico Nacional, IGN) von Teilen der Bevölkerung auf Fuerteventura wahrgenommen.
Nach den vorliegenden Daten lagen die Epizentren der Erdstöße im Meeresgebiet vor der Westküste von Fuerteventura etwa auf Höhe von Los Molinos.
Erstes Beben kurz vor Mitternacht
Das erste und zugleich stärkste Erdbeben wurde am 12. Juli 2026 gegen 23.30 Uhr registriert. Das Epizentrum lag etwa 25 Kilometer von der Küste entfernt. Das Beben erreichte eine Magnitude von 3,2 und entstand in einer Tiefe von rund 15 Kilometern im Meeresbooden.
Nach Angaben des IGN wurde der Erdstoß von Einwohnern in der Umgebung wahrgenommen. Schäden, etwa an Gebäuden, wurden in Zusammenhang mit dem Ereignis nicht gemeldet und sind auch aufgrund der relativ geringen Stärke nicht zu erwarten.
Zwei weitere Erdstöße in den frühen Morgenstunden
Anschließend registrierten die Messstationen des IGN zwei weitere nahezu unmittelbar aufeinanderfolgende seismische Bewegungen. Nach Einschätzung der Fachleute könnte es sich dabei möglicherweise auch um einen einzigen Erdstoß gehandelt haben. Derzeit werden die Ereignisse vom IGN jedoch weiterhin als zwei getrennte Erdbeben geführt.
Beide Erschütterungen wurden am 13. Juli 2026 um 02.22 Uhr aufgezeichnet. Die Epizentren lagen etwa 20 Kilometer vor der Küste von Fuerteventura. Die Tiefe betrug in beiden Fällen rund sieben Kilometer.
Ob diese beiden Erdstöße ebenfalls von Anwohnern bemerkt wurden, wurde bislang nicht mitgeteilt.
Seismische Aktivität rund um die Kanarischen Inseln ist normal
Das Nationale Geografische Institut und die zuständigen Behörden weisen darauf hin, dass derartige seismische Bewegungen auf dem Meeresboden rund um die Kanarischen Inseln vergleichsweise häufig auftreten. Die Inselgruppe befindet sich in einer vulkanisch geprägten Region des Atlantiks, weshalb regelmäßig kleinere Erdbeben registriert werden.
Die meisten dieser Erdstöße sind schwach, verursachen keine Schäden und werden häufig nur von empfindlichen Messgeräten erfasst. Dennoch werden sämtliche Ereignisse kontinuierlich überwacht und dokumentiert. Das Netz seismischer Messstationen des IGN ermöglicht eine genaue Erfassung selbst kleiner Bewegungen im Untergrund.
Auf Fuerteventura werden immer wieder leichte Erdbeben registriert, insbesondere in dem auch jetzt betroffenen Meeresgebiet westlich der Insel. Nach aktuellem Stand sehen die Behörden keinen Anlass zur Besorgnis. Die drei innerhalb weniger Stunden aufgezeichneten Erdbeben vor Los Molinos werden als Teil der normalen geologischen Aktivität im Umfeld der Kanarischen Inseln eingestuft.
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