Ein mutmaßlich vorsätzlich gelegter Brand im Palmenwald von Costa Calma im Süden von Fuerteventura hat am 15. Juli 2026 einen Einsatz der Rettungs- und Sicherheitskräfte ausgelöst. Das Feuer erfasste vier Palmen in der Grünzone. Während der Löscharbeiten entdeckten die Einsatzkräfte zudem einen zweiten Brandherd, der sich nur etwa 25 Meter vom ersten entfernt befand.
Zum Einsatz rückten die Feuerwehr von Pájara, die Gemeindepolizei sowie die Guardia Civil aus. Den Einsatzkräften gelang es, beide Brandherde innerhalb kurzer Zeit zu löschen und den betroffenen Bereich abzusichern, damit sich die Flammen nicht weiter ausbreiten konnten.
Zweiter Brandherd spricht für vorsätzliche Brandstiftung
Nach den ersten Erkenntnissen deutet vieles darauf hin, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Besonders die Entdeckung eines zweiten Brandherdes in unmittelbarer Nähe des ersten verstärkt nach Angaben der Behörden diesen Verdacht.
Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte verhindert werden, dass die Flammen auf weitere Bereiche des Palmenwäldchens übergriffen. Damit wurde das Risiko eines deutlich größeren Vegetationsbrandes erheblich reduziert.
Ermittlungen dauern an
Die Guardia Civil und die Gemeindepolizei haben Ermittlungen aufgenommen, um die Ursache des Brandes aufzuklären. Weitere Einzelheiten zum Stand der Untersuchungen wurden bislang nicht bekannt gegeben.
Die Behörden erinnern die Bevölkerung daran, jede Rauchentwicklung oder jeden Verdacht auf ein Feuer unverzüglich über die Notrufnummer 112 zu melden. Die Mitarbeit der Bevölkerung sei von entscheidender Bedeutung, um Naturflächen insbesondere während der Monate mit erhöhter Brandgefahr wirksam zu schützen.
Wiederholte Brände sorgen für Besorgnis
Es handelt sich nicht um den ersten Vorfall dieser Art und bisher haben die Behörden auch noch keine Ermittlungserfolge bekanntgegeben.
Der schlechte Pflegezustand des Palmenwaldes von Costa Calma gibt seit Jahren Anlass zur Kritik. Ein Gutachten hatte festgestellt, ein ein Großteil der Palmen von Schädlingen befallen ist. Der Gutachter wies auch auf die Risiken für Leib und Leben durch herabfallende bzw. umstürzenden Palmen hin.
Aufgrund der mangelnden Pflege haben sich viele abgestorbene Pflanzenteile in der Grünzone angesammelt. Kritiker haben immer wieder davor gewarnt, welche Folgen ein Großfeuer in dieser Zone haben könnte.
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