Die Generaldirektion für Notfälle (Dirección General de Emergencias) der kanarischen Regierung hat ab 11:00 Uhr am 16. Juli 2026 die Vorwarnstufe wegen hoher Temperaturen für Gran Canaria und Fuerteventura ausgerufen. Die Maßnahme basiert auf den Informationen der Staatlichen Wetteragentur AEMET sowie weiteren verfügbaren Quellen und erfolgt im Rahmen des Speziellen Notfallplans der Kanaren für Risiken durch widrige meteorologische Phänomene (Plan Específico de Emergencias de Canarias por Riesgos de Fenómenos Meteorológicos Adversos, PEFMA).
Betroffen sind vor allem die Höhenlagen und die südliche Inselhälfte von Gran Canaria sowie die südliche Hälfte von Fuerteventura.
Temperaturen steigen im Tagesverlauf weiter an
Nach Angaben der Behörden wird eine Wetterlage mit hohen und weiter ansteigenden Höchsttemperaturen erwartet. Auf Gran Canaria können in den Höhenlagen und mittleren Bergregionen der südlichen Inselhälfte Temperaturen von bis zu 35 Grad Celsius erreicht werden. Besonders betroffen sind das Becken von Tirajana sowie weitere nach Süden ausgerichtete Barrancos. Dort können örtlich sogar mehr als 36 Grad Celsius gemessen werden.
Auch in einigen Bereichen der Südostküste von Gran Canaria sind lokal ähnlich hohe Temperaturen möglich.
Im Süden von Fuerteventura bis zu 35 Grad und mehr
Für das Inselinnere der südlichen Hälfte von Fuerteventura werden Temperaturen zwischen 32 und 34 Grad Celsius vorhergesagt. In einzelnen Bereichen des Inselinneren können die Werte örtlich die Marke von 35 Grad Celsius überschreiten.
An der Südostküste von Fuerteventura werden Temperaturen von annähernd 34 Grad Celsius erwartet. Besonders betroffen dürften jedoch windgeschützte Bereiche sowie tiefer gelegene Zonen im Inselinneren sein, in denen sich die Hitze stärker stauen kann.
Die Behörden weisen darauf hin, dass die Temperaturen im Verlauf der Wetterlage schrittweise ansteigen werden. Die höchste Belastung wird deshalb nicht nur durch die Tageshöchstwerte verursacht, sondern auch durch die anhaltende Wärme in den Abend und Nachtstunden.
Tropische Nächte erschweren die Erholung
Zusätzlich zu den hohen Tageshöchstwerten werden in den besonders betroffenen Gebieten erhöhte Nachttemperaturen erwartet. Diese sogenannten tropischen Nächte erschweren die nächtliche Abkühlung von Gebäuden und Wohnräumen und können die körperliche Erholung deutlich beeinträchtigen.
Vor allem ältere Menschen, Kleinkinder, chronisch Kranke sowie Personen, die im Freien arbeiten oder sich längere Zeit der Sonne aussetzen, gelten als besonders gefährdet. Die Generaldirektion für Notfälle erinnert daran, dass hohe Temperaturen den Kreislauf belasten und das Risiko für Dehydrierung, Hitzschlag und andere gesundheitliche Probleme erhöhen können.
Bevölkerung soll Selbstschutzmaßnahmen beachten
Die Generaldirektion für Notfälle empfiehlt der Bevölkerung, Selbstschutzmaßnahmen zu treffen. Dazu gehört insbesondere, ausreichend Wasser zu trinken, direkte Sonneneinstrahlung während der heißesten Tagesstunden möglichst zu vermeiden und körperliche Anstrengungen im Freien zu reduzieren.
Außerdem wird empfohlen, Wohnräume während der kühleren Stunden zu lüften und tagsüber vor Sonneneinstrahlung zu schützen. Besondere Aufmerksamkeit sollte älteren Menschen, Kindern und gesundheitlich angeschlagenen Personen gelten.
Die Vorwarnstufe bleibt zunächst für die betroffenen Gebiete von Gran Canaria und Fuerteventura bestehen. Die weitere Entwicklung der Wetterlage wird von der kanarischen Regierung und der AEMET fortlaufend überwacht. Sollte sich die Situation verschärfen oder die Prognosen weiter ansteigen, können zusätzliche Warnungen oder Schutzmaßnahmen angeordnet werden.
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