Die Inselregierung von Fuerteventura (Cabildo) hat die letzte Phase der Sanierung der Quelle von Manitaga (Fuente de Manitaga) und ihrer Umgebung in der Gemeinde Tuineje eingeleitet. Mit dem Projekt sollen die bereits einige Monate zuvor im Rahmen des Programms „Fuerteventura, von Natur aus schön“ (Fuerteventura, bonita por naturaleza) ausgeführten Arbeiten abgeschlossen werden.
Die Maßnahme soll das traditionelle Erbe rund um die landwirtschaftliche Nutzung, die Wasserversorgung und die ethnografische Geschichte des Ortes wiederherstellen und aufwerten. Manitaga gilt als bedeutendes Zeugnis der traditionellen Kultur cer Wassernutzung auf Fuerteventura.
Die abschließenden Arbeiten werden vom Dienst für Bauarbeiten und Maschinen (Servicio de Obras y Maquinaria) des Cabildo von Fuerteventura über das öffentliche Unternehmen für Territorialplanung und Umweltmanagement (Gestión y Planeamiento Territorial y Medioambiental, GESPLAN) ausgeführt. Beteiligt ist außerdem der Inselwasserrat von Fuerteventura (Consejo Insular de Aguas de Fuerteventura, CIAF).
Quelle und Trockensteinmauern werden restauriert
Cabildo-Präsidentin Lola García hob die Bedeutung der Maßnahmen zur Wiederherstellung, Aufwertung und Verschönerung dieses Bereichs in der Gemeinde Tuineje hervor. Die Arbeiten umfassen auch die Instandsetzung von Elementen von besonderer landwirtschaftlicher und landschaftlicher Bedeutung. Nach Angaben des Cabildo wurde die Finanzierung erweitert, um das Projekt abschließen zu können.
Das zuständige Arbeitsteam setzt die Restaurierung bereits vorhandener Trockensteinmauern fort. Außerdem wird der Weg unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit hergerichtet. An der Quelle selbst werden Sedimente entfernt, um den natürlichen Wasserfluss zu erleichtern.
Konkret ist vorgesehen, die natürliche Quelle wiederherzustellen sowie deren Umgebung zu verschönern und herzurichten. Ein Teil des durch Wasser angeschwemmten und abgelagerten Materials soll entfernt werden. Darüber hinaus wird ein Auffangbecken aus Stein und Kalkmörtel errichtet. Trockensteinmauern an den Hängen sollen rekonstruiert werden. Ergänzend sind Reinigungsarbeiten, Rückschnitte und die Entfernung von Vegetation vorgesehen, allerdings ausschließlich in dem Umfang, der für die ordnungsgemäße Durchführung der Arbeiten erforderlich ist.
Erinnerung an Fuerteventuras Wasserkultur bewahren
Die Quelle von Manitaga ist nach Auffassung des Cabildo nicht nur ein historisch genutzter Ort, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des kollektiven Gedächtnisses auf Fuerteventura. Sie steht für die traditionelle Wasserkultur der Insel und für die unter schwierigen klimatischen Bedingungen entwickelte Landwirtschaft. Diese prägte über Jahrhunderte die Landschaft und Lebensweise der Bevölkerung auf Fuerteventura.
Deshalb beschränkt sich das Projekt nicht auf die bauliche Wiederherstellung des Ortes. Der Dienst für Bauarbeiten und Maschinen will zusätzlich die Erinnerungen von Menschen audiovisuell dokumentieren, die in den landwirtschaftlich genutzten Gebieten gearbeitet und die Quelle von Manitaga noch aus eigener Erfahrung genutzt haben.
Insbesondere ältere Menschen sollen ihr mündlich überliefertes Wissen weitergeben. Dieses Material soll für spätere Maßnahmen zur Information, Interpretation und Sensibilisierung der Bevölkerung genutzt werden. Damit sollen sowohl die Erinnerung an die Quelle von Manitaga als auch allgemein das Wissen über die traditionelle Wasserkultur auf Fuerteventura erhalten bleiben.
Traditionelle Landwirtschaft sicherte Überleben
Die Quelle von Manitaga steht zugleich für landwirtschaftliche Techniken, die sich unter den besonderen Bedingungen Fuerteventuras entwickelten und über Jahrhunderte zum Überleben der Bevölkerung beitrugen. Diese Techniken bilden inzwischen nicht nur ein landwirtschaftliches Kulturerbe, sondern prägen auch eine für Fuerteventura charakteristische Landschaft.
Das Cabildo arbeitet nach eigenen Angaben bereits an der aktiven Wiederherstellung verschiedener Bestandteile dieser historischen Kulturlandschaft. Dazu gehören unter anderem Gavias, traditionelle Anbauflächen zur Nutzung von Niederschlagswasser, Trockensteinmauern, Wasserleitungen, natürliche Quellen, Staudämme und Wasserbecken. Die Sanierung der Quelle von Manitaga soll einen weiteren Teil dieses für Fuerteventura typischen landwirtschaftlichen und wasserwirtschaftlichen Erbes für kommende Generationen bewahren.
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