Im Süden von Fuerteventura ist am 21. August 2026 ein leichtes Erdbeben registriert worden. Nach Angaben des spanischen Nationalen Geografischen Instituts (Instituto Geográfico Nacional, IGN) ereignete sich das Beben um 05:17 Uhr Ortszeit.
Das Epizentrum lag bei Cofete im Südwesten der Gemeinde Pájara. Das IGN gibt die Koordinaten mit 28,1210 Grad nördlicher Breite und 14,3362 Grad westlicher Länge an. Das Hypozentrum, also der eigentliche Ausgangspunkt des Erdbebens im Erdinneren, lag in einer Tiefe von 15 Kilometern.
Das IGN beziffert die Magnitude des Erdbebens auf 2,3. Erdbeben dieser Größenordnung sind in der Regel nur schwach oder gar nicht wahrnehmbar und verursachen normalerweise keine Schäden. In den Daten des IGN ist für das Ereignis auch keine maximale Intensität angegeben. Die Intensität beschreibt im Unterschied zur Magnitude die an einem bestimmten Ort beobachteten Auswirkungen eines Erdbebens.
Bereits am 18. August 2026 hatte das IGN ein weiteres leichtes Erdbeben vor Fuerteventura registriert. Dessen Epizentrum lag vor der Ostküste im Norden der Insel, etwa auf Höhe von Villaverde. Das Beben ereignete sich um 22:56 Uhr Ortszeit und erreichte eine Magnitude von 1,7. Das Hypozentrum lag nach Angaben des IGN in einer Tiefe von vier Kilometern. Als Koordinaten wurden 28,6154 Grad nördlicher Breite und 13,7902 Grad westlicher Länge angegeben. Auch für dieses Ereignis weist das IGN keine maximale Intensität aus.
Kleinere Erdbeben rund um Fuerteventura keine Seltenheit
Die Kanarischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs und befinden sich in einer Region, in der regelmäßig seismische Ereignisse registriert werden. Das seismische Messnetz des IGN erfasst daher auch zahlreiche sehr schwache Erdbeben, die von Menschen nicht wahrgenommen werden.
Die Magnitude ist ein Maß für die bei einem Erdbeben freigesetzte Energie und wird logarithmisch angegeben. Ein Unterschied um eine Magnitudeneinheit bedeutet daher nicht lediglich ein geringfügig stärkeres Beben. Die beiden im August 2026 vor Fuerteventura registrierten Ereignisse mit Magnituden von 1,7 und 2,3 gehören allerdings beide zu den sehr schwachen Erdbeben.
Dass innerhalb weniger Tage zwei kleinere Erdbeben in unterschiedlichen Bereichen vor der Küste Fuerteventuras registriert wurden, ist für sich genommen kein Hinweis auf eine ungewöhnliche seismische Entwicklung. Erst die zeitliche und räumliche Häufung von Erdbeben sowie Veränderungen bei Magnitude und Tiefe können für die wissenschaftliche Bewertung einer seismischen Aktivität von Bedeutung sein. Entsprechende Ereignisse auf den Kanarischen Inseln werden vom IGN kontinuierlich erfasst und ausgewertet.
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