Unbekannte verletzten Katze mit Luftgewehr in Lajares im Norden von Fuerteventura

Katze-Luftgewehr-Lajares

Mehrere Anwohner von Lajares im Norden von Fuerteventura haben sich einem Schreiben angeschlossen, in dem Schüsse mit einem Luftgewehr auf Katzen in den Straßen des Ortes angeprangert werden. Mindestens eine Katze soll durch einen Schuss verletzt worden sein.

Katzenbesitzerin berichtet von Schuss gegen 22 Uhr

Eine Anwohnerin von Lajares gab an, dass sie am 6. August 2026 gegen 22 Uhr beobachtet habe, wie ein Fahrzeug langsam durch ihre Straße gefahren sei. Nach ihren Angaben soll es sich um einen Toyota Hilux in Dunkelgrau oder einem bläulichen Grauton gehandelt haben.

Als sich das Fahrzeug auf Höhe ihres Hauses befunden habe, habe sie einen Schuss gehört. Als sie daraufhin nach draußen gegangen sei, um nachzusehen, was passiert ist, habe sie ihre Katze auf der Straße gefunden. Das Tier habe sich vor Schmerzen gewunden.

Die Besitzerin berichtet weiter, dass sie anschließend noch weitere Schüsse gehört habe. Sie brachte ihre verletzte Katze zu einem Tierarzt. Dieser habe berichtet, dass es sich nicht um die erste Katze handele, die mit ähnlichen Verletzungen behandelt worden sei.

Mehrere Anwohner haben sich inzwischen einem Schreiben angeschlossen, mit dem auf die mutmaßlichen Vorfälle aufmerksam gemacht wird. Darin werden die Bewohner von Lajares gebeten, besonders aufmerksam zu sein. Wer ein verdächtiges Fahrzeug oder verdächtiges Verhalten beobachtet, soll sich nach Möglichkeit das Kennzeichen notieren oder Fotos anfertigen und die Informationen an die Polizei weitergeben.

Vor wenigen Wochen gab es ähnliche Vorfälle in Parque Holandés, ebenfalls im Gemeindegebiet von La Oliva.

Schüsse mit einem Luftgewehr auf Katzen stellen eine Straftat dar

Sollte sich bestätigen, dass gezielt mit einem Luftgewehr auf Katzen geschossen wurde, kann neben Verstößen gegen das Waffenrecht auch eine Straftat wegen Tiermisshandlung vorliegen.

Nach Artikel 340 bis des spanischen Strafgesetzbuchs (Código Penal) wird mit drei bis 18 Monaten Haft oder einer Geldstrafe von sechs bis zwölf Monaten bestraft werden, wer einem Haustier Verletzungen zufügt, die eine tierärztliche Behandlung zur Wiederherstellung seiner Gesundheit erforderlich machen. Hinzu kommt ein Verbot von einem bis drei Jahren, Berufe oder Tätigkeiten mit Bezug zu Tieren auszuüben oder Tiere zu halten. Der Einsatz von Waffen oder anderen Gegenständen, die für Leben oder Gesundheit des Tieres gefährlich sein können, gilt ausdrücklich als strafverschärfender Umstand. In diesem Fall werden die vorgesehenen Strafen in der oberen Hälfte des jeweiligen Strafrahmens verhängt.

Auch freie Luftdruckwaffen unterliegen strengen Regeln

Der Erwerb und Besitz von Luftdruckwaffen ist in Spanien zwar grundsätzlich erlaubt, unterliegt aber strengen waffenrechtlichen Vorschriften. Jede Waffe muss in der Wohnsitzgemeinde registriert werden. Der Besitzer muss ein ärztliches Attest über die psychische Eignung vorlegen. Man darf eine freie Luftdruckwaffe besitzen, aber sie auf keinen Fall auf öffentlichem Grund führen oder gar damit schießen.

Das spanische Waffengesetz (Reglamento de Armas) regelt Luftdruckwaffen ausdrücklich als Waffen und bestimmt unter anderem, unter welchen Voraussetzungen sie transportiert und benutzt werden dürfen. Nach Artikel 149 dürfen reglementierte Waffen im städtischen öffentlichen Raum grundsätzlich nur auf dem Weg zwischen ihrem Aufbewahrungsort und einem Ort transportiert werden, an dem ihre Verwendung erlaubt ist, und dabei müssen sie zerlegt oder in einem Koffer beziehungsweise Futteral untergebracht sein. Die Benutzung ist grundsätzlich auf Schießstände und andere dafür zugelassene Bereiche beschränkt. Das Schießen mit einem Luftgewehr aus einem Fahrzeug beziehungsweise auf öffentlichen Straßen wäre damit in jedem Fall eine verbotene Verwendung einer solchen Waffe.

Für sich allein wäre das allerdings noch keine Straftat, sondern „nur“ eine Ordnungswidrigkeit im Sinne des Waffenrechts, für die ein Bußgeld fällig wird. Außerdem kann die Waffe eingezogen werden.

Daneben könnte auch eine Ordnungswidrigkeit im Sinne des Bürgersicherheitsgesetzes vorliegen.

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