38-Jähriger stirbt beim Baden an Fuerteventuras Westküste

Playa de Garcey

Ein 38 Jahre alter Mann ist am 20. September 2026 nach einem Badeunfall an der Playa de Garcey an der Westküste von Fuerteventura gestorben. Einsatzkräfte von Guardia Civil und Gemeindepolizei konnten den Mann aus dem Meer retten. Wiederbelebungsversuche des Kanarischen Rettungsdienstes blieben jedoch erfolglos.

Notruf um 19.10 Uhr

Nach Angaben der kanarischen Notrufzentrale CECOES 112 ging am 20. September 2026 um 19.10 Uhr die Meldung ein, dass sich an der Playa de Garcey im Gemeindegebiet von Pájara eine Person im Meer in Schwierigkeiten befand.

De Notrufzentrale aktivierte die Rettungskräfte. Beamte der Guardia Civil und der Gemeindepolizei waren als erste am Einsatzort. Den Polizeibeamten gelang es, den Mann aus dem Wasser zu ziehen.

Der Kanarische Rettungsdienst (Servicio de Urgencias Canario, SUC) entsandte einen Rettungswagen mit Notarzt sowie einen Rettungswagen für die medizinische Grundversorgung zur Playa de Garcey.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte zeigte der 38-Jährige Symptome des Ertrinkens und befand sich im Herz-Kreislauf-Stillstand. Die Rettungskräfte begannen mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Trotz der kardiopulmonalen Reanimation konnte der Mann nicht wiederbelebt werden. Der Rettungsdienst bestätigte schließlich seinen Tod.

Die Guardia Civil leitete anschließend die entsprechenden Ermittlungen ein.

Seenotrettung und Feuerwehr ebenfalls im Einsatz

Die Notrufzentrale alarmierte außerdem die spanische Seenotrettung (Salvamento Marítimo) und die Feuerwehr von Pájara.

Die Playa de Garcey liegt an der abgelegenen Westküste Fuerteventuras südlich von Ajuy. Der Strand ist unter anderem durch die Strandung des ehemaliges Passagierschiffs American Star im Jahr 1994 bekannt. Von dem Wrack sind inzwischen nur noch wenige Überreste vorhanden.

Playa de Garcey gehört zu den gefährlichsten Stränden Fuerteventuras

Die Playa de Garcey gehört zusammen mit den Stränden von Cofete und La Pared zu den Küstenabschnitten auf Fuerteventura, an denen das Bade lebensgefährlich ist. Gemeinsam ist diesen Stränden ihre Lage an der offenen West beziehungsweise Nordwestküste und damit ihre direkte Ausrichtung zum Atlantik.

An der Playa de Garcey können starke und schwer vorhersehbare Strömungen sowie kräftiger Wellengang auftreten. Der abgelegene Strand ist daher nicht zum Baden geeignet.

Besonders gefährlich sind sogenannte Rückströmungen. Dabei fließt Wasser, das durch brechende Wellen an den Strand gedrückt wurde, gebündelt wieder in Richtung offenes Meer zurück. Solche Strömungen können einen Badenden innerhalb kurzer Zeit von der Küste wegziehen. Hinzu kommen an der Westküste Fuerteventuras häufig kräftige Brandung, wechselnde Strömungsverhältnisse und teilweise felsige Küstenabschnitte. Selbst bei scheinbar überschaubarem Wellengang können sich die Bedingungen schnell verändern.

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