Die Mückenplage in Tarajalejo im Süden von Fuerteventura ist offenbar zurückgekehrt. Bereits Ende Juli 2026 hatten zahlreiche Einwohner über eine massive Vermehrung von Mücken und teilweise heftige Reaktionen auf die Stiche geklagt. Die Gemeinde Tuineje leitete daraufhin gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden Untersuchungen und Bekämpfungsmaßnahmen ein. Nun berichtet die Partido Popular (PP) erneut von zahlreichen Beschwerden aus Tarajalejo und fordert von der Gemeinde eine dauerhafte Lösung.
Nach Angaben der PP vom 23. September 2026 hätten Einwohner der Partei ihren Unmut, ihre Sorge und ihre Verärgerung darüber mitgeteilt, dass sich das Problem wiederhole. Die Partei kritisiert außerdem, dass die Mücken inzwischen offenbar auch in Gran Tarajal verstärkt auftreten.
Bereits im Juli Maßnahmen gegen Mückenplage eingeleitet
Die Fuerteventura-Zeitung hatte bereits am 28. Juli 2026 ausführlich über die Mückenplage in Tarajalejo berichtet. Damals hatte die Gemeinde Tuineje gemeinsam mit der Direktion für Gesundheit auf Fuerteventura (Dirección Insular de Sanidad) ein spezielles Protokoll aktiviert. Fachkräfte nahmen Proben, stellten Fallen auf und versuchten, den Ursprung der massiven Mückenvermehrung zu bestimmen. Ein möglicher Brutplatz war nach Angaben der Gemeinde bereits lokalisiert worden.
Parallel dazu begann das zuständige Schädlingsbekämpfungsunternehmen mit Begasungs- und Behandlungsmaßnahmen. Anlass waren zahlreiche Beschwerden von Einwohnern. Einige Betroffene hatten nach Mückenstichen so starke körperliche Reaktionen entwickelt, dass sie im Gesundheitszentrum von Gran Tarajal medizinisch behandelt werden mussten.
Die damaligen Untersuchungen sollten unter anderem klären, um welche Mückenart es sich handelt. Die Auswertung der Proben sollte nach damaligen Angaben etwa einen Monat dauern.
PP fordert vorbeugende und kontinuierliche Bekämpfung
Die Sprecherin der PP in der Gemeinde Tuineje, Esther Hernández, kritisiert, dass die Einwohner nun erneut mit demselben Problem konfrontiert seien.
„Wir können nicht akzeptieren, dass die Einwohner nur wenige Wochen später wieder vor demselben Problem stehen. Wenn die durchgeführten Maßnahmen nicht ausreichend waren, muss die Gemeinde überprüfen, was getan wird, und vorbeugend und kontinuierlich handeln“, erklärte Hernández.
Nach Ansicht der PP sei es besonders besorgniserregend, dass die Einwohner erneut eine Lösung für ein Problem einfordern müssten, das ihre Lebensqualität, ihre Familien und den Alltag in Tarajalejo unmittelbar beeinträchtige. Hinzu komme die nach Angaben der Partei zunehmende Präsenz der Insekten in anderen Orten der Gemeinde, insbesondere in Gran Tarajal.
Mögliche Brutplätze sollen regelmäßig kontrolliert werden
Der Gemeinderat der PP, Paco Artiles, fordert deshalb ein systematischeres Vorgehen. Die Gemeinde dürfe sich seiner Ansicht nach nicht darauf beschränken, Bekämpfungsmaßnahmen einzuleiten, sobald sich die Beschwerden häuften.
„Man muss die möglichen Brutplätze lokalisieren und kontrollieren, regelmäßige Kontrollen durchführen und sicherstellen, dass die Behandlung wirksam ist“, erklärte Artiles.
Die PP verlangt von der Gemeinderegierung außerdem öffentliche Informationen darüber, welche Maßnahmen seit der ersten Mückenplage durchgeführt wurden. Insbesondere fordert die Partei Auskunft über die Ergebnisse der von den Gesundheitsbehörden genommenen Proben und darüber, welche vorbeugenden Maßnahmen seitdem umgesetzt worden seien.
Darüber hinaus solle die Gemeinde erklären, welches Protokoll angesichts der erneuten Mückenvermehrung vorgesehen sei, um eine weitere Wiederholung der Situation zu verhindern.
„Die Einwohner von Tarajalejo verlangen drei grundlegende Dinge: Prävention, Kontrolle und Lösungen. Und genau das muss eine Gemeinde gewährleisten“, erklärte Artiles.
Dass die Beschwerden nur knapp zwei Monate nach den ersten umfangreichen Maßnahmen erneut auftreten, deutet zumindest darauf hin, dass das Mückenproblem in Tarajalejo bislang nicht dauerhaft gelöst werden konnte.
Welche Mückenart bei den Untersuchungen im Juli 2026 festgestellt wurde und welche Ergebnisse die damals entnommenen Proben erbracht haben, hat die Gemeinde Tuineje bisher nicht öffentlich bekannt gegeben.
Wenn Du unsere Inhalte nützlich, unterhaltsam oder informativ findest, kannst Du den Lohn für unsere Arbeit selbst bestimmen. Das geht ganz einfach über diesen Link: