Tarajalejo im Süden von Fuerteventura kämpft gegen eine starke Mückenplage. Die Gemeinde Tuineje hat gemeinsam mit der Direktion für Gesundheit von Fuerteventura (Dirección Insular de Sanidad) ein spezielles Protokoll aktiviert, um den Ursprung der massiven Mückenvermehrung zu ermitteln und gezielt zu bekämpfen. Nach der Entnahme erster Proben haben bereits die Arbeiten zur Bekämpfung des vermuteten Brutplatzes begonnen.
Spezialisten untersuchen die Ursache
Wie die Gemeinde Tuineje am 28. Juli 2026 mitteilte, erfolgt das Vorgehen in enger Abstimmung mit der Dirección Insular de Sanidad auf Fuerteventura. Ziel ist es, den Ursprung der Mückenplage zu identifizieren und anschließend die geeigneten Maßnahmen einzuleiten, um den Befall dauerhaft einzudämmen.
Bürgermeister David Herrera erklärte, dass er in ständigem Kontakt mit dem Direktor der Direktion für Gesundheit auf Fuerteventura, Tomás Pérez, stehe. Dieser habe die Entsendung eines spezialisierten Teams bestätigt. Die Fachkräfte trafen dann am 28. Juli 2026 in Tarajalejo ein, um Proben zu entnehmen, Fallen aufzustellen und den Ursprung der Mückenvermehrung zu bestimmen. Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse soll anschließend die wirksamste Bekämpfungsmethode ausgewählt werden.
Vermuteter Brutplatz bereits lokalisiert
Nach Angaben der Gemeinde hat sich Bürgermeister David Herrera persönlich nach Tarajalejo begeben, um die Arbeiten vor Ort zu begleiten. Dabei sei bereits ein Bereich ausfindig gemacht worden, in dem sich die Mücken vermutlich vermehren.
Bis endgültig feststeht, um welche Mückenart es sich handelt, wird jedoch noch einige Zeit vergehen. Die Auswertung der entnommenen Proben werde voraussichtlich etwa einen Monat in Anspruch nehmen. Erst danach könne das am besten geeignete Verfahren angewendet werden, um den Brutplatz dauerhaft zu beseitigen.
Bekämpfung hat bereits begonnen
Wie Bürgermeister Herrera weiter mitteilte, begann das für die Schädlingsbekämpfung zuständige Unternehmen unmittelbar nach Abschluss der Probenentnahme mit den erforderlichen Begasungs-, und Behandlungsmaßnahmen. Ziel sei es, den vermuteten Ursprung der Mückenplage zu beseitigen und weitere Ausbreitungen zu verhindern.
Mit diesem Vorgehen reagiert die Gemeinde auf die zahlreichen Beschwerden von Einwohnern aus Tarajalejo. Nach Angaben der Gemeinde führten Mückenstiche in einigen Fällen zu schweren körperlichen Reaktionen, die eine medizinische Behandlung im Gesundheitszentrum von Gran Tarajal erforderlich machten.
Gemeinde will Belastung für Einwohner beenden
„Seitdem wir Kenntnis von dieser Situation erhalten haben, haben wir umgehend Kontakt mit der Inselgesundheitsdirektion, Dirección Insular de Sanidad, auf Fuerteventura aufgenommen, um ein Protokoll zu aktivieren, mit dem der Ursprung identifiziert und die notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden können, um ein Problem zu lösen, das den Alltag der Einwohner von Tarajalejo beeinträchtigt“, erklärte Bürgermeister David Herrera.
Mit der Kombination aus wissenschaftlicher Untersuchung und sofort eingeleiteten Bekämpfungsmaßnahmen möchte die Gemeinde Tuineje die Ursache der Mückenplage dauerhaft beseitigen. Die Ergebnisse der Laboranalysen sollen in etwa einem Monat vorliegen und anschließend die Grundlage für weitere gezielte Maßnahmen bilden.
Tigermücke oder „normale“ Mückenplage
Ob es sich bei der Mückenplage in Tarajalejo um die gefürchtete Tigermücke handelt, ist derzeit Gegenstand der Untersuchungen. Die ägyptische Tigermücke ist schwarz und hat auffällige silber-weiße Streifen an den Beinen. Die Tigermücken sind im Gegensatz zu den normalen Stechmücken tagaktiv und sehr aggressiv.
Letztlich kann es auch bei einer Plage mit „normalen“ Stechmücken in einigen Fällen zu starken Reaktionen an den Stichstellen. Es bleibt also abzuwarten, was die Untersuchungen ergeben.
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