Zwei Männer im Alter von 49 und 29 Jahren sind auf Fuerteventura festgenommen worden, nachdem sie ein junges Paar mit Messern bedroht und beraubt haben. Der Überfall ereignete sich in der Nacht des 31. August 2026 unmittelbar vor der Kaserne des Infanterieregiments Soria 9 in Puerto del Rosario. Als Soldaten eingriffen, um den Opfern zu helfen, wurde ein Soldat mit einem Messer an der Hand verletzt.
Die beiden Männer wurden anschließend von der spanischen Nationalpolizei (Policía Nacional) festgenommen. Gegen sie wird wegen des Verdachts auf Raub unter Anwendung von Gewalt sowie schwerer Bedrohung ermittelt.
Überfall unmittelbar vor Militärkaserne
Nach Informationen der spanischen Tageszeitung „La Provincia“ ereignete sich der Vorfall gegen 22 Uhr in der Calle Comandante Díaz Trayter in Puerto del Rosario. Dort befindet sich die Kaserne des Infanterieregiments Soria Nr. 9 des spanischen Heeres.
Die beiden später Festgenommenen sollen mit einem Multifunktionsmesser und einem weiteren Messer bewaffnet gewesen sein. Auf der Straße trafen sie auf ein junges Paar, einen Mann und eine Frau. Nach bisherigen Erkenntnissen wollten sie den beiden ihre Wertgegenstände abnehmen.
Soldaten in der Kaserne bemerkten den Vorfall über die Überwachungskameras der militärischen Einrichtung. Auf den Bildern waren vier Personen zu sehen, die offenbar in eine Auseinandersetzung verwickelt waren. Schließlich beobachteten die Soldaten, wie einer der Beteiligten versuchte, eine andere Person mit einem Messer zu verletzen.
Daraufhin verließen mehrere Soldaten die Kaserne, um einzugreifen und die drohende Messerattacke zu verhindern.
Soldaten bringen junge Frau in Sicherheit
Vor der Kaserne sollen sich die beiden mutmaßlichen Täter auf den jungen Mann gestürzt haben, der sich gegen den Angriff zur Wehr setzte. Den Soldaten gelang es zunächst, die junge Frau aus der gefährlichen Situation herauszuholen. Sie brachten sie auf dem Gelände der militärischen Einrichtung in Sicherheit.
Andere Soldaten versuchten unterdessen, die Auseinandersetzung zwischen den drei Männern zu beenden.
Dabei eskalierte die Situation weiter. Einer der Täter griff einen Soldaten mit dem Messer an. Der Soldat erlitt dabei Schnittverletzungen an der Hand. Erst mit Unterstützung eines Kameraden gelang es ihm, den Angreifer zu überwältigen und ihm die Waffe abzunehmen.
Soldaten geben mehrere Platzpatronenschüsse ab
Nach Angaben von „La Provincia“ verhielten sich die beiden mutmaßlichen Täter derart aggressiv, dass sich die Soldaten schließlich gezwungen sahen, mehrere Warnschüsse mit Platzpatronen in die Luft abzugeben, um die Auseinandersetzung zu beenden.
Von der Kaserne aus wurde die Nationalpolizei alarmiert. Als deren Beamte eintrafen, hatten die Soldaten die beiden Tatverdächtigen bereits unter Kontrolle. Nach Angaben der Zeitung hielten sie die Männer mit ihren Waffen in Schach, um eine Flucht zu verhindern.
Die Polizisten nahmen die beiden Männer anschließend fest und kümmerten sich außerdem um den jungen Mann, der Opfer des Überfalls geworden war.
Opfer von hinten angegriffen und am Hals gepackt
Der junge Mann berichtete gegenüber den Beamten, dass er von hinten angegriffen und am Hals gepackt worden sei. Gleichzeitig hätten ihn die Täter mit einem Messer bedroht und versucht, ihn zu berauben.
Bei dem Angriff erlitt der Mann Verletzungen, die eine medizinische Behandlung erforderlich machten. Er wurde deshalb in das Allgemeine Krankenhaus von Fuerteventura (Hospital General de Fuerteventura) gebracht.
Die beiden Tatverdächtigen wurden wegen des Verdachts auf Raub unter Anwendung von Gewalt und schwere Bedrohung festgenommen. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an.
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