Die spanische Wetteragentur AEMET und die Kanarische Regierung warnen am 21. Oktober 2026 vor starken Regenfällen auf Fuerteventura und den übrigen Kanarischen Inseln. Während die AEMET für Fuerteventura eine Wetterwarnung der Stufe „gelb“ herausgegeben hat, hat die Kanarische Regierung für den gesamten Archipel die Vorwarnstufe (Situación de Prealerta) wegen Regen aktiviert.
Die Generaldirektion für Notfälle (Dirección General de Emergencias) der Kanarischen Regierung hat die Gefahrenlage mit Wirkung vom 21. Oktober 2026 um 07:30 Uhr aktualisiert. Grundlage der Entscheidung sind die Wetterprognosen der staatlichen Wetteragentur AEMET sowie weitere verfügbare meteorologische Informationen.
Die Maßnahme erfolgt im Rahmen des kanarischen Sonderplans für Notfälle aufgrund widriger Wettererscheinungen (Plan Específico de Emergencias de Canarias por Riesgos de Fenómenos Meteorológicos Adversos, PEFMA).
AEMET erwartet auf Fuerteventura bis zu 15 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde
Für Fuerteventura gilt am 21. Oktober 2026 von 07:00 Uhr bis 17:59 Uhr eine Wetterwarnung der Stufe „gelb“ wegen Starkregens. Die AEMET rechnet örtlich mit Niederschlagsmengen von bis zu 15 Millimetern innerhalb einer Stunde. Das entspricht 15 Litern Regen pro Quadratmeter.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Warnschwelle erreicht wird, gibt die AEMET mit 40 bis 70 Prozent an. Die Warnstufe Gelb steht für eine geringe meteorologische Gefährdung. Dennoch können lokal kräftige Regenschauer auftreten, die möglicherweise von Gewittern begleitet werden.
Feuchte und instabile Luftmasse erreicht die Kanarischen Inseln
Nach Angaben der Kanarischen Regierung strömt eine feuchte und instabile Luftmasse zu den Inseln. Die Folge: wechselhaftes Wetter und unregelmäßig verteilte Niederschläge.
Die Regenfälle können örtlich kräftig ausfallen und von Gewittern begleitet werden. Die Regierung nennt mögliche Niederschlagsmengen von 15 Millimetern innerhalb einer Stunde und bis zu 60 Millimetern innerhalb von zwölf Stunden. Dabei handelt es sich um Werte für die allgemeine Gefahrenlage auf den Kanaren, nicht um eine konkrete Zwölfstundenprognose für Fuerteventura.
Die Vorwarnung gilt für alle Kanarischen Inseln. Die zuvor geltende höhere Alarmstufe für El Hierro wird auf die Vorwarnstufe reduziert.
Kanarische Regierung empfiehlt Vorsichtsmaßnahmen
Die Generaldirektion für Notfälle ruft die Bevölkerung dazu auf, die üblichen Vorsichtsmaßnahmen bei starken Regenfällen zu beachten.
Insbesondere sollten bei kräftigen Niederschlägen Barrancos, normalerweise trockene Flussbetten und tiefliegende Straßenabschnitte gemieden werden. In solchen Bereichen kann sich Regenwasser innerhalb kurzer Zeit sammeln und zu gefährlichen Sturzfluten führen.
Autofahrer sollten überflutete Straßen und Barrancos keinesfalls durchqueren, auch wenn die Wassertiefe zunächst gering erscheint.
Da die Niederschläge nach den Prognosen sehr ungleichmäßig verteilt sein können, sind auch größere lokale Unterschiede möglich. Während es an einem Ort stark regnet, kann es wenige Kilometer entfernt weitgehend trocken bleiben.
Die weitere Entwicklung der Wetterlage hängt davon ab, wo sich die kräftigsten Schauer und möglichen Gewitter bilden.
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