Fuerteventura: Grünes Licht für Abbau der Stromleitung in den Dünen von Corralejo

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Das Cabildo de Fuerteventura (Inselregierung) hat einen wichtigen Schritt zur Entfernung der oberirdischen Stromleitung „Gran Playa“ im Naturpark Dünen von Corralejo (Parque Natural Dunas de Corralejo) unternommen. Die Abteilung für Raumordnung hat am 16. Oktober 2026 einen positives Gutachten zum geplanten Abbau vorgelegt. Damit rückt die Entfernung der Stromleitung und ihrer elf Strommasten, die das geschützte Naturgebiet in der Gemeinde La Oliva von Osten nach Westen durchqueren, näher.

Oberirdische Stromleitungen im Naturpark verboten

Der Raumordnungsplan für natürliche Ressourcen (Plan de Ordenación de los Recursos Naturales, PORN) des Naturparks Dünen von Corralejo verbietet ausdrücklich oberirdische Stromleitungen in diesem Gebiet. Der Naturpark gehört außerdem zum europäischen Schutzgebietsnetz „Natura 2000“.

Das Cabildo arbeitet derzeit an einer Überarbeitung des entsprechenden Raumordnungsplans.

Mit dem befürwortenden Gutachten der Abteilung für Raumordnung ist eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, dass das Unternehmen Edistribución Redes Digitales S.L.U. die bestehende Stromleitung abbauen kann.

Abbau unter Auflagen zum Schutz der Natur

Um die Auswirkungen der Arbeiten auf das empfindliche Ökosystem möglichst gering zu halten, hat das Cabildo bestimmte Auflagen festgelegt.

Für den Abbau müssen die bereits vorhandenen Straßen und Wege genutzt werden. Neue Pisten oder Zufahrtswege dürfen nicht angelegt werden. Sollten durch die Arbeiten Schäden an der Umgebung entstehen, müssen die betroffenen Bereiche wiederhergestellt werden.

Wann die Arbeiten beginnen und wie lange der Abbau dauern wird, geht aus der Mitteilung des Cabildos vom 16. Oktober 2026 nicht hervor.

Stromversorgung künftig über Erdkabel geplant

Die Stromleitung „Gran Playa“ verbindet den Bereich “Geafond” südlich von Corralejo mit den RIU-Hotels am östlichen Rand des Naturparks. Bereits 2016 hatte Endesa ein Projekt zur unterirdischen Verlegung der rund 2,08 Kilometer langen Mittelspannungsleitung vorgelegt. Laut der am 26. Oktober 2016 im kanarischen Amtsblatt veröffentlichten Planung sollen zwei neue Erdkabelverbindungen entlang bestehender Straßen entstehen. Außerdem ist die Anpassung von drei Transformatorenstationen vorgesehen.

Ob diese ursprüngliche Planung unverändert umgesetzt wird, geht aus der Mitteilung des Cabildos vom 16. Oktober 2026 nicht hervor.

Schutz der Natur hat Vorrang

Die Präsidentin des Cabildos von Fuerteventura, Lola García, und die für Raumordnung zuständige Regierungsrätin im Cabildo, Nereida Calero, betonen die Bedeutung von Maßnahmen zum Schutz der Ökosysteme und der Landschaft.

Dabei gehe es insbesondere um das öffentliche Interesse am Erhalt der Natur. Dies gelte umso mehr, wenn bestehende Anlagen nach den geltenden Raumordnungsvorschriften nicht mehr zulässig seien.

Weitere Raumordnungspläne in Arbeit

Das Cabildo arbeitet außerdem weiter an den Raumordnungsplänen für natürliche Ressourcen (Planes de Ordenación de los Recursos Naturales, PORN) für die Naturparks von Corralejo und Jandía, die Insel Lobos sowie den Parque Rural de Betancuria).

Diese Pläne legen fest, wie die jeweiligen Schutzgebiete genutzt werden dürfen und welche Maßnahmen zum Erhalt ihrer natürlichen Lebensräume erforderlich sind.

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