Kanaren werben in Kanada um Winterurlauber mit neuen Direktflügen

Von-Toronto-nach-Gran-Canaria

Die Kanarischen Inseln wollen sich auf dem kanadischen Reisemarkt stärker als Winterreiseziel positionieren. Bei zwei Veranstaltungen in Toronto und Montreal präsentierte eine Delegation von mehr als 20 kanarischen Unternehmen und Tourismusorganisationen die Vorzüge des Archipels. Im Mittelpunkt standen neue Direktflugverbindungen, das milde Klima sowie die landschaftliche und kulturelle Vielfalt der Inseln.

Insgesamt fanden Gespräche mit mehr als 200 Vertretern von Fluggesellschaften, Reiseveranstaltern und weiteren Unternehmen der kanadischen Tourismusbranche statt.

Vier Direktflugverbindungen zwischen Kanada und den Kanaren

Im Winterflugplan 2026/2027 werden die Kanarischen Inseln und Kanada durch vier Direktflugverbindungen mit bis zu sechs wöchentlichen Flügen verbunden.

Air Canada wird Toronto zweimal wöchentlich mit Teneriffa Süd verbinden. Zwischen Montreal und Teneriffa Süd ist zunächst ein wöchentlicher Flug vorgesehen, im Februar und März 2027 werden es zwei. Air Transat wird jeweils einmal wöchentlich von Toronto und Montreal nach Gran Canaria fliegen.

Darüber hinaus wird Air Canada die Verbindung Montreal und Teneriffa im Sommer 2027 mit drei wöchentlichen Flügen fortführen und damit ganzjährig anbieten.

Direktflüge nach Fuerteventura sind nicht vorgesehen. Kanadische Urlauber können jedoch von Teneriffa und Gran Canaria auf andere Kanarische Inseln weiterreisen.

Beide Fluggesellschaften setzen auf den Airbus A321LR. Dieser verbraucht nach Angaben der Tourismusorganisationen 20 bis 30 Prozent weniger Treibstoff als vergleichbare Flugzeuge älterer Generationen und verursacht entsprechend weniger CO₂-Emissionen.

Bei den Direktflügen handelt es sich allerdings nicht um Nonstop-Flüge. Die Reisen sind teils mit mehrstündigen Zwischenstopps z.B. in London oder Wien verbunden. Die Reisezeit einschließlich Zwischenaufenthalt am Flughafen beträgt mindestens 24 Stunden.

Kanadische Urlauber bleiben länger und verfügen über hohe Einkommen

Kanadische Touristen verbringen durchschnittlich 15 Tage auf den Kanarischen Inseln. Über alle Herkunftsmärkte hinweg beträgt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lediglich 9,2 Tage.

Auch die Kaufkraft ist überdurchschnittlich hoch. 45 Prozent der kanadischen Urlauber geben ein Nettoeinkommen von mehr als 75.000 Euro an, gegenüber 29 Prozent im Durchschnitt aller Herkunftsmärkte.

Zudem buchen 59 Prozent der Kanadier Flug und Unterkunft separat und nicht im Rahmen einer Pauschalreise, während es im Durchschnitt aller Märkte nur 36 Prozent sind. Dadurch werden gastronomische Angebote, Einkäufe und Freizeitaktivitäten häufiger individuell vor Ort gebucht.

Natur, Gastronomie und Kultur besonders gefragt

Im Jahr 2025 unternahmen Einwohner Kanadas insgesamt 37 Millionen Auslandsreisen. Davon führten 14 Millionen in Länder außerhalb der USA, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Aufgrund des gespannten Verhältnisses zu den USA rechnen Touristiker damit, dass dieser Anteil in Zukunft noch weiter steigen wird.

Kanadische Urlauber interessieren sich besonders für Natur, Landschaften, Gastronomie und Kultur.

Für 59 Prozent der kanadischen Kanarenurlauber sind die Landschaften ein wichtiger Reisegrund, gegenüber 37 Prozent im Durchschnitt aller Herkunftsmärkte. Die natürliche Umgebung nennen 39 Prozent gegenüber durchschnittlich 35 Prozent.

Auch die Gastronomie spielt mit 39 Prozent gegenüber 27 Prozent eine überdurchschnittliche Rolle. Für das kulturelle Angebot interessieren sich 18 Prozent der kanadischen Besucher, verglichen mit zehn Prozent im Durchschnitt.

Die kanarischen Tourismusorganisationen sehen darin gute Voraussetzungen, um zusätzliche Urlauber aus Kanada zu gewinnen und die Herkunftsmärkte des Archipels weiter zu diversifizieren.

Mehr als 200 Kontakte zur kanadischen Reisebranche

Bei den Veranstaltungen in Montreal und Toronto trafen die kanarischen Vertreter auf mehr als 200 Fachleute der kanadischen Tourismuswirtschaft.

Neben Geschäftsgesprächen wurden typische kanarische Produkte, Weine und kulinarische Traditionen vorgestellt.

In Montreal fanden unter anderem Treffen mit Tourisme Montréal sowie den für die Streckenplanung zuständigen Verantwortlichen von Air Canada und Air Transat statt. In Toronto standen Gespräche mit Fluggesellschaften, Reiseveranstaltern, Reisebüroverbänden und Fachmedien im Mittelpunkt.

Die Werbeaktion wurde von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Feder) kofinanziert.

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