Die kanarische Fluggesellschaft Binter hat eine Finanzierung über 510 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 455 Millionen Euro, für den Kauf von neun weiteren Flugzeugen des Typs Embraer E195-E2 abgeschlossen. Die Maschinen des brasilianischen Flugzeugherstellers Embraer sollen ab 2027 schrittweise ausgeliefert werden. Mit der Erweiterung ihrer Flotte will Binter die Flugverbindungen innerhalb der Kanarischen Inseln sowie zu Zielen außerhalb des Archipels weiter ausbauen.
Wie das Unternehmen am 05.10.2026 mitteilte, wurde die Finanzierung mit einem Bankenkonsortium vereinbart, dem die drei großen spanischen Banken Santander, CaixaBank und BBVA angehören. Die Vereinbarung bildet die finanzielle Grundlage für die Flottenerweiterung der kommenden Jahre.
Finanzierung durch drei spanische Großbanken
Die Vereinbarung wurde von Binters Präsident Rodolfo Núñez und Vizepräsident Alfredo Morales mit den drei beteiligten Kreditinstituten unterzeichnet. Bei der Umsetzung der Finanzierung wurde die Fluggesellschaft nach eigenen Angaben von den Beratungsunternehmen Deloitte und KPMG rechtlich begleitet.
Binter-Präsident Rodolfo Núñez erklärte, dass die neuen Flugzeuge dazu beitragen sollen, die bestmögliche Fluganbindung der Kanarischen Inseln sowohl innerhalb als auch außerhalb des Archipels sicherzustellen.
Dabei betonte er den öffentlichen Versorgungsauftrag, den Binter mit seinem Streckennetz erfülle. Die Fluggesellschaft wolle weiterhin zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der Kanarischen Inseln beitragen.
Núñez erklärte außerdem, dass Binter weiterhin auf einen Flugzeugtyp setze, der zur Wettbewerbspositionierung des Unternehmens passe und den Passagieren einen besonderen Service sowie ein attraktives Gesamtangebot ermögliche.
Vizepräsident Alfredo Morales bedankte sich für das Vertrauen der beteiligten Banken. Die Finanzierung ermögliche es Binter, das eigene Flugangebot auf immer mehr Ziele auszuweiten und dabei die charakteristischen Merkmale der Fluggesellschaft beizubehalten.
Neun neue Embraer E195-E2 mit jeweils 132 Sitzplätzen
Bei den bestellten Flugzeugen handelt es sich um den Embraer E195-E2, das größte Modell der E-Jets-E2-Familie des brasilianischen Herstellers.
Der Flugzeugtyp zeichnet sich nach Angaben von Binter durch eine hohe Effizienz und vergleichsweise geringe Emissionen aus.
Die Maschinen verfügen über jeweils 132 Sitzplätze. Die Kabine ist mit zwei Sitzen auf jeder Seite des Mittelgangs ausgestattet. Dadurch gibt es keine Mittelsitze, was den Passagieren zusätzlichen Komfort bietet. Außerdem zeichnet sich die Kabine durch einen großzügigen Sitzabstand aus.
Nach der vollständigen Auslieferung der neun neu bestellten Maschinen wird Binter über insgesamt 25 Flugzeuge des Typs Embraer E195-E2 verfügen.
Mehr Flugverbindungen zwischen den Kanaren und nach Afrika
Mit der vergrößerten Flotte will Binter nach eigenen Angaben einen zuverlässigen Flugplan gewährleisten, bei dem Regelmäßigkeit, Pünktlichkeit, Servicequalität und die Verlässlichkeit der angebotenen Verbindungen im Mittelpunkt stehen.
Ein wesentliches Ziel der Flottenerweiterung ist die weitere Verbesserung der Fluganbindung der Kanarischen Inseln. Dazu gehört auch der Ausbau des Luftverkehrsdrehkreuzes zwischen den Kanaren und Afrika.
Darüber hinaus plant Binter, den Einsatz der Embraer E195-E2 auf Verbindungen zwischen den Kanarischen Inseln auszuweiten. Insbesondere zu den von Passagieren stark nachgefragten Flugzeiten sollen zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden.
Damit könnte die Erweiterung der Flotte auch für Reisende von und nach Fuerteventura von Bedeutung sein. Welche konkreten Strecken und Flugfrequenzen auf Fuerteventura von den zusätzlichen Flugzeugen profitieren werden, geht aus der Mitteilung vom 05.10.2026 allerdings nicht hervor.
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