Feigen für Fuerteventura

Das Kanarische Institut für Agrarforschung und das Unternehmen INCA, S.A. wollen in einem gemeinsamen Projekt die Möglichkeiten des Anbaus und der Weiterverarbeitung von Feigen (Ficus Carica) auf Fuerteventura untersuchen. Dazu sollen auf der Versuchsfarm von Pozo Negro auf einer Fläche von 3.000m² rund 20 verschiedene Feigensorten, die auf dem Kanarischen Archipel anzutreffen sind, aufgezogen und untersucht werden.

Darunter befindet sich auch die „zweifarbige Feige“, die kürzlich auf Fuerteventura entdeckt wurde und die ursprünglich wohl aus Chile stammt.

Aus den etwa 20 Sorten sollen zunächst diejenigen ermittelt werden, die sich am besten an die Klima- und Bodenverhältnisse Fuerteventuras anpassen und dabei am produktivsten sind. Die so ermittelten am besten geeigneten Sorten sollen dann auf den Feldern der hiesigen Landwirte zum Einsatz kommen, um im letzten Schritt die kommerziellen Einsatzmöglichkeiten zu erforschen. Dabei können Feigen nicht nur als frische Frucht, sondern auch getrocknet vermarktet werden. Außerdem dienen sie als Zutat beim Backen, bei der Herstellung von Likör oder in der Kosmetikindustrie.

Schon in der Vergangenheit war der Anbau von Feigenbäumen auf Fuerteventura ein traditioneller Bestandteil der lokalen Landwirtschaft.

Die Direktorin des Kanarischen Instituts für Agrarforschung hält den Anbau von Feigen für eine wirtschaftlich interessante Nische, wenn die Forschungsergebnisse die hohen Erwartungen erfüllen.

Auf dem Versuchsgelände von Pozo Negro wird derweil auch an anderen Projekten geforscht, z.B. über den Anbau der Purgiernuss (Jatropha Curcas), aus der sich Biosprit herstellen lässt, oder über den Anbau von hochproduktiven Luzernenarten.

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