„Mayday, Mayday, Phoenix in Asche…“

So ungefähr könnte der Notruf lauten, der zwischen dem 18.06. und 23.06. die Flugunfall-Simulationsübung CANASAR2010 auf Fuerteventura auslöst.

Zu irgendeinem Zeitpunkt zwischen diesen Daten wird eine Kurzstreckenmaschine der nicht-existenten Fluglinie „Phoenix“ auf einem Flug von Gran Canaria nach Fuerteventura einen Unfall erleiden.

Auch der genaue Ort und ob der Unfall sich an Land oder auf See ereignen wird, ist noch geheim, um die Simulation unter möglichst realen Bedingungen durchzuführen und die Reaktion aller involvierten Rettungseinheiten zu analysieren.

Bei dem diesjährigen Manöver soll es sich um eine Such- und Rettungssimulation handeln. Dem Szenario entsprechend werden lokale, regionale und staatliche Einheiten involviert sein, darunter Polizei, Feuerwehr, Zivilschutz, Ärzte, Krankenwagen und die SAR-Einheiten der Spanischen Luftwaffe.

Das Manöver wird durch den fiktiven Notruf aus dem Cockpit des Flugzeugs an den Tower des Flughafens von Fuerteventura eingeleitet. Von dort aus wird dem Protokoll für solche Vorfälle entsprechend die Koordinationszentrale der SAR („search and rescue“) alarmiert, die die weitere Steuerung des Einsatzes aller beteiligten Such- und Rettungskräfte übernimmt.

An dem Manöver nehmen rund 150 Freiwillige teil, die Rollen als Opfer oder als deren Angehörige übernehmen. Letzteres ist ein Novum bei der diesjährigen Simulation. Wie bei einer echten Katastrophe soll auch der Flughafen involviert werden, der mit dem Ansturm von besorgten Familienangehörigen der Opfer fertig werden muss.

Die SAR-Einheit der Spanischen Luftwaffe auf den Kanaren konnte in den 25 Jahren ihres Bestehens rund 3.500 Menschenleben retten und absolvierte über 100.000 Flugstunden.

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