Cororasa erhält Zuschlag für Großprojekt in Equatorialguinea

Das Bauunternehmen Cororasa aus Fuerteventura hat den Zuschlag für den Bau einer Wohnanlage für Mitarbeiter sowie die Zentrale des US-Ölkonzerns Noble Energy in Malabo in Equatorialguinea erhalten. Nach Monaten der Verhandlungen hat Cororasa den Auftrag mit einem Gesamtwert von 50 Mio. Euro an Land ziehen können.

Noble Energy hat vor etwa 5 Jahren einen Vertrag über Förderrechte mit dem westafrikanischen Land geschlossen. Noble Energy ist auch in anderen Ländern wie z.B. Kuwait mit joint ventures aktiv.

Das Unternehmen Cororasa, das u.a. viele Straßen auf Fuerteventura gebaut hat, ist seit vielen Jahren in Afrika aktiv, und hat auch in Equatorialguinea einen Großteil des Straßennetzes gebaut. Diese Erfahrung auf dem afrikanischen Kontinent dürfte wohl auch ausschlaggebend für die Erteilung des Auftrags durch Noble Energy gewesen sein.

Erdöl ist die wichtigste Einnahmequelle für Equatorialguinea, das nach Nigeria und Angola der drittgrößte Erdölproduzent Afrikas ist. Auch andere Ölkonzerne sind bereits im Land aktiv. Obwohl das Bruttoinlandsprodukt sich durch die Erdölförderung in wenigen Jahren um den Faktor 5.000 vergrößert hat, hat sich der Lebensstandard der rund 500.000 Einwohner kaum verbessert. Dies dürfte neben der im Land weit verbreiteten Korruption auch daran liegen, dass nur zwischen 15% und 30% der Gewinne der Erdölförderung im Land verbleiben, während es in anderen afrikanischen Ländern üblicherweise zwischen 45% und 90% sind. Equatorialguinea exportiert zurzeit pro Jahr Öl im Wert von ca. 5,5 Mrd. US-Dollar.

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