Fast 100 Mio. Euro Einsparung durch Tempolimit auf spanischen Autobahnen

Am 7. März 2011 hat die spanische Regierung die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf spanischen Autobahnen von 120 auf 110km/h  gesenkt. Begründet wurde die Maßnahme mit der Notwendigkeit zu Einsparungen und die zu der Zeit um sich greifende Angst vor einen Ölpreisanstieg durch die schwelende Nordafrikakrise.

Nun hat das Ministerium für Industrie, Tourismus und Handel bekanntgegeben, dass der Spritverbrauch im März 2011 um 7,9% gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen ist. Im Januar 2011 hatte man noch ein leichtes Plus von 1,2% und im Februar 2011 ein leichtes Minus von 1,6% registriert.

In absoluten Zahlen hat sich im März 2011 eine Einsparung von 177.000 Tonnen Treibstoff im Wert von 94,2 Mio. Euro ergeben, obwohl die Maßnahme erst ab dem 7. März wirkte.

Allerdings könnte auch der stark gestiegene Treibstoffpreis zu einem Rückgang des Verbrauchs geführt haben, sodass sicher nicht der gesamte Effekt auf das Tempolimit zurückzuführen ist.

Das Ministerium ließ offen, ob die Maßnahme über den 30.06. hinaus verlängert wird. Sollte dies der Fall sein, könnte sich bis zum Jahresverlauf eine Verbesserung der spanischen Handelsbilanz von 1,150 Mrd. Euro ergeben.

Das Ministerium wies darauf hin, dass die Maßnahme nicht die Staatskasse füllen soll, sondern dass vielmehr durch den geringeren Umsatz auch die Steuereinnahmen für Kraftstoffe zurückgehen.

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