Polizei verhaftet mutmaßlichen Gewalttäter

Die Nationalpolizei hat am Flughafen von Fuerteventura einen 32-jährigen Mann festgenommen, der im Verdacht steht, seine 33-jährige Exfreundin misshandelt zu haben.

Nach Polizeiangaben soll der Verdächtige am 09.08.2011 von Gran Canaria nach Fuerteventura geflogen sein, wo seine Expartnerin wohnt. Er soll dort die Terrassentür zur Wohnung des Opfers aufgebrochen und die Frau bedroht und angegriffen haben, wobei in der Wohnung auch Sachschaden entstanden sein soll. Anschließend floh der Mann in Richtung Flughafen, wo er von Beamten der Nationalpolizei festgenommen werden konnte.

Der Mann war bei der Polizei bereits bekannt.

Das Gericht hat dem Mann auf Grundlage des Polizeiberichts die Auflage erteilt, sich von der Frau fernzuhalten. Er muss eine elektronische Fußfessel tragen, um die Einhaltung der Auflage zu überprüfen.

Die elektronische Aufenthaltsüberwachung für Täter geschlechtsspezifischer Gewalt wurde 2009 eingeführt und ist Ausdruck der spanischen Regierung, massiv gegen die ausufernde häusliche Gewalt in Spanien vorzugehen. Sie kann bei Wiederholungstätern angeordnet werden, die gerichtlich zum Fernbleiben vom Opfer verurteilt wurden.

In 2008 gingen bei der Polizei rund 140.000 Anzeigen wegen geschlechtspezifischer Gewalt ein, und pro Jahr wurden ca. 70 Frauen von ihren Ex-Männern ermordet.

Bei der elektronischen Fußfessel werden Täter und Opfer mit einem GPS-Gerät ausgestattet, das einen Alarm auslöst, sobald sich der Verurteilte dem Opfer auf weniger als 500m nähert. So wird das Opfer frühzeitig gewarnt, und eine Sicherheitsfirma kann bei Bedarf die Polizei verständigen.

Diese Maßnahme stellt einen großen Fortschritt beim Schutz der Opfer dar, da viele Täter die gerichtlichen Auflagen einfach ignorierten.

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