Kanarische Bauindustrie am Boden zerstört

Die kanarische Bauindustrie von der Wirtschaftskrise schwer getroffen worden. Während in 2006 noch mit dem Bau von 33.000 Wohnungen begonnen wurde, waren es in 2010 nur noch 2.341 Einheiten, für die der Grundstein gelegt wurde. Doch laut Daten des Kanarischen Statistikinstituts geht es noch weiter nach unten, denn in den ersten 3 Monaten 2011 wurden nur noch 221 Wohnungen begonnen.

Der Verband der Bauunternehmen von Las Palmas (AECP) hat erklärt, dass 5.400 Baufirmen durch die Krise vernichtet wurden und 50.000 Personen im Bausektor ihre Arbeitsplätze verloren haben. Das bedeutet, dass 50% der Baufirmen vom Markt verschwunden sind.

Der Verband der Bauunternehmen von Las Palmas bezweifelt, dass die kürzlich von der Kanarischen Regierung beschlossene Reduzierung der Mehrwertsteuer beim Kauf einer neuen Wohnung von 5% auf 2,75% die Nachfrage wirklich ankurbeln kann. Der Verband sieht größere Chancen zum Abbau des Angebotsüberhangs an unverkauften Immobilien in der Umwandlung von frei finanzierten in sozial geförderte Wohnungen. Auch könnte die staatliche Gesellschaft Visocan, die im vergangenen Jahr rund 1.000 unverkaufte Wohnungen erworben hat, um diese zu vermieten, weitere Einheiten kaufen.

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