Neuer Flächennutzungsplan wandelt Agando in Industriegebiet für Forschung und Entwicklung

Das Tal von Agando südlich von Gran Tarajal ist vor rund vier Jahren ins Gespräch gekommen, als es darum ging, einen Standort für ein neu zu errichtendes Kraftwerk auf Fuerteventura zu bestimmen. Damals wehrten sich Bürgerinitiativen erfolgreich gegen einen Kraftwerksbau.

Die Gemeindeverwaltung von Tuineje, in deren Territorium das unbewohnte Tal liegt, hat die Entwicklung des Areals nicht aus den Augen verloren. In der überarbeiteten Fassung des Flächennutzungsplans für Fuerteventura (Plan Insular de Ordenación de Fuerteventura PIOF) ist das Gelände im „Valle de Agando“ als „industrielle Zone für Forschung und Entwicklung“ ausgewiesen. Was sich die Gemeindeverwaltung nun noch wünscht, und was mit der Inselverwaltung diskutiert wird, ist die Möglichkeit, an der Mündung des Tals auch einen Hafen zu bauen, um das Industriegebiet zu komplettieren und sinnvoll nutzen zu können. So könnte das heute noch verlassene Tal eines Tages ein Verbindungspunkt zwischen Fuerteventura und Afrika werden, träumt der Bürgermeister von Tuineje, Salvador Delgado.

Indessen hat der Bürgermeister von Tuineje noch weitere Wünsche an die Revision des PIOF. In Las Playitas soll der PIOF eine Erweiterung der Bettenkapazitäten von derzeit 1.000 auf 2.000 Betten ermöglichen, in Tarajelejo von derzeit 1.000 auf 3.000. Außerdem wünscht er sich für Tarajalejo die Möglichkeit zum Bau eines Golfplatzes.

Für Gran Tarajal wünscht sich die Gemeinde die Umwandlung von Boden zur touristischen Nutzung, um den Bau eines Stadthotels mit einer Kapazität von 200 Betten. „Den genauen Standort haben wir zwar noch nicht definiert, aber wir haben die Nachfrage entdeckt, die zeigt, dass Gran Tarajal eine Einrichtung dieser Art braucht“, verkündet die Gemeinde.

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