Betancuria sagt frei laufenden Ziegen den Kampf an

Die Gemeindeverwaltung von Betancuria hat den Ziegen, die frei und ohne Kontrolle in der Landschaft umherziehen, und deren Eigentümern den Kampf angesagt.

Die meisten Gemeinden Fuerteventuras haben eine Satzung, die die Tierhaltung regeln, doch nur wenige setzen die Vorschriften konsequent um, vor allem, wenn es um die frei laufenden Ziegen geht, die die empfindliche Flora der Insel schädigen und zur fortschreitenden Desertifizierung beitragen.

Auch vor privatem Eigentum machen die Ziegen nicht halt, sondern richten auf Feldern, an Obstbäumen oder in Gärten Schäden an. Auch Wäsche, die vor den Häusern zum Trocknen aufgehängt ist, wird nicht verschont, ebenso wenig wie geparkte Autos, die als Klettergerüst herhalten müssen und zerbeult und zerkratzt werden.

Außerdem stellen frei laufende Ziegen auch eine Gefahr für den Straßenverkehr dar.

Infolge der zunehmenden Zerstörungen durch die Ziegen wächst auch die Zahl der Beschwerden seitens der geschädigten Bürger.

Die Gemeinden verfügen über brachliegenden Ländereien im öffentlichen Eigentum, das sogenannte „mancomún“. Auf diesen Flächen dürfen die Eigentümer ihre Herden weiden lassen. Traditionell wurden Tiere, die frei laufenden außerhalb der genehmigten Zonen gefangen wurden, eingefangen und in das Viehgatter der Gemeinde getrieben. Diese Tradition lässt die Gemeinde Betancuria nun wieder aufleben. Die Tiere, die außerhalb der erlaubten Gebiete oder auf Privatgrundstücken eingefangen werden, werden von der Gemeinde versteigert. Für 150€ ersteigerte ein junger Mann kürzlich eine Ziege und ihre zwei Zicklein.

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