Schwere Zeiten für Fuerteventuras Viehzüchter

Ziegenkäse aus Fuerteventura gehört zu den besten der Welt. Regelmäßig belegen die hier produzierten Käsesorten Spitzenplätze bei internationalen Wettbewerben.

Doch die Viehzüchter Fuerteventuras durchleben zurzeit eine der schwersten Krisen der vergangenen Jahrzehnte. Von den nächsten Monaten hängt das Schicksal hunderter Familien ab, die jetzt schon kaum mit ihrem Geld bis zum Monatsende kommen.

Mit jedem weiteren Tag des Jahres schwindet die Hoffnung auf Regen, nachdem die Landwirte auf Fuerteventura den trockensten und kühlsten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hinter sich haben. Das Fehlen von Regen wirkt sich auf die öffentlichen Weideflächen aus, auf denen die Tiere praktisch nichts Fressbares finden. Gleichzeitig werden Futtermittel und Wasser immer teurer. Gerade erst hat die spanische Regierung im Rahmen ihrer allgegenwärtigen Sparmaßnahmen die Fördergelder für Wasser aus Meerwasserentsalzungsanlagen eingestellt. Auf Fuerteventura wird das Trinkwasser jedoch zu 100% in energieintensiven und somit im Betrieb sehr teuren Entsalzungsanlagen gewonnen.

Zu dieser ohnehin schon schwierigen Situation kommt, dass Subventionen nicht nur gestrichen werden, sondern dass selbst die Subventionen, die noch existieren und den Landwirten somit zustehen, verspätet oder gar nicht ausgezahlt werden.

Aufgrund der schlechten Lage der lokalen Gesamtwirtschaft auf Fuerteventura können die Viehzüchter auch kaum Fleisch verkaufen, das zur traditionellen Küche gehört und praktisch zu 100% auf dem heimischen Markt verkauft wurde. Die Konsumenten auf Fuerteventura haben schlicht zu wenig Geld für das hochwertige und teure Fleisch.

Sollte es also im Herbst 2012 auf Fuerteventura auch nicht regnen, könnte das für viele Landwirte das wirtschaftliche Ende bedeuten.

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