La Olivas Rettungsschwimmer kritisieren Personalmangel

In der letzten Augustwoche 2012 sind zwei Menschen beim Baden an den Stränden von Corralejo ums Leben gekommen.

„Wir beten jeden Tag, dass kein Kind ums Leben kommt“, beklagen die 4 Rettungsschwimmer, die die 8km langen „Grandes Playas“, die „Großen Strände“ von Corralejo bewachen sollen. Im August werden die Strände von rund 5.000 Menschen pro Tag besucht; an den Wochenenden vervielfacht sich diese Zahl.

Normalerweise verstärken in den Sommermonaten 12 zusätzliche Rettungsschwimmer die Strandaufsicht, doch in diesem Jahr ist dafür offenbar kein Geld da.

Die „socorristas“, so das spanische Wort für Rettungsschwimmer, berichten, dass sie pro Tag bis zu 7 Einsätze durchführen, und dass sie des Öfteren Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen müssten. „Eigentlich ist unsere Aufgabe die Prävention, und nicht, Tote aus dem Wasser zu ziehen. Wir fühlen uns im Stich gelassen.“

Aufgrund der geringen Personalstärke müssen sich die „socorristas“ notgedrungen auf die am stärksten frequentierten Strandabschnitte vor den Hotels konzentrieren. Außerdem weisen sie die Badegäste unermüdlich auf die Gefahren hin, insbesondere darauf, dass das Meer sehr gefährlich ist, wenn die roten Flaggen gehisst sind, und dass es gemeine Strömungen gibt. „Viele ignorieren leider unsere Warnungen“, geben die Rettungsschwimmer zu bedenken.

7 Kommentare

  1. Liebe Marie,
    Mein Ehemann und Vater meiner beiden kleinen Töchter musste Ende August bei Corralejo sein Leben lassen, weil er einer Frau in Not im Meer helfen wollte..
    Wären genügend bzw überhaupt Livesaver vor Ort gewesen oder würde irgendjemand die Touristen mal endlich ausreichend warnen, wäre mein Mann noch am Leben !!!

  2. Es will mir einfach nicht in den Kopf gehen das an stark frequentierten Touristenstränden keine Rettungsschwimmer eingesetzt werden.Wir waren im September an der Costa Calma und in dieser Woche war nicht einmal eine Aufsicht da obwohl viel los war.Ein Tourist sah von seinem Appartement aus das jemand im Meer von seinen Kräften verlassen wurde und bat mich auf seinen Schlüssel aufzupassen da er zur Hilfe schwimmen wollte,was er auch Tat.Der Mann erzählte mir das er sehr oft auf der Insel ist und das Spanien für Strandaufsicht kein Geld mehr übrig hat.Ich find das ein Unding bei so vielen Touristen die auf die Insel kommen einfach unverantwortlich.

  3. Es rechtfertigt Geldmangel keine TOTEN !
    So wie das aussieht werden hier Gäste des Landes nicht genügend informiert und aufgeklärt in welch Gefahr Sie schweben wenn Sie zum Baden gehen.Die Möglichkeit dann im Sarg die Heimreise anzutreten ist Riesengroß .Es wird zuwenig getan um Sicherheit zu gewährleisten.In Australien wirst sofort aus dem Wasser geholt wenn Du einen Schritt versuchst bei Roter Flagge ins Meer zu gehen.Die scheuen auch keine Kosten um da Urlaubern Sicherheit zu gewährleisten. Es kommen doch genug Devisen nach Spanien.Wo ist hier die Verantwortung die ein Land für seine Gäste trägt ? Meine Schwester steht alleine nun da ,mit zwei Kinder ohne Vater , und das letzte ist, das mein Schwager auch noch seines Schmuckes beraubt wurde !

  4. lieber Pit,
    bitte melde Dich bei mir, es ist mein Mann und Papa meiner Töchter, der ertrunken ist…
    Bitte erzähl mir alles !!!!!

    (Anm. der Redaktion: Wir haben die Telefonnummer direkt an Rudi weitergeleitet, um die Kontaktaufnahme durch ungebetene Anrufer und die Boulevard-Presse zu verhindern)

  5. Die Unvernunft der Leute ist die eine Seite. Bei roter Fahne geht man nicht schwimmen. Andererseits mangelt es an Informationen. In allen Hotels müssen in den Directories mehrsprachig die Besonderheiten des Meeres (Flaggenkennzeichnung, Strömungen, leichter Sand, der zusammenfallen kann, Felsen, keine Benutzung von Schlauchbooten etc.) erläutert werden. An die Strände gehören entsprechende mehrsprachige Tafeln. Die Abläufe, wie die Rettungsschwimmer alarmiert werden und wie sie ausgerüstet sind, erscheinen mir verbesserungsfähig. Am 28.08. war ich bei dem Vorfall vor Ort: der Notarzt kam nach 30 Minuten, wurde nicht vom gelben PKW abgeholt, sondern trug das Beatmungsgerät mit Assistentin über den Strand, obwohl die Unfallstelle bestimmt zwei Km weg war. Vor zwei Jahren starb ein Kind in einer zusammengefallenen Sandgrube. Damals fuhren sie sichtlich planlos hin und her und keiner hatte den Eindruck, dass da irgendetwas koordiniert wäre.

  6. Die Rettungsschwimmer tun uns bei jedem Urlaub leid. Es ist unverständlich, dass sie immer wieder bei roter Flagge Badende aus dem Wasser bitten müssen. Und kaum haben sie sich umgedreht, gehen die gleichen Leute auch mit Kindern wieder ins Wasser. Uns wundert, dass nicht noch mehr ertrinken.

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