Fachkräftemangel trotz Rekordarbeitslosigkeit: Kanaren suchen Podologen und Zahnärzte im Ausland

Trotz eines Heeres von rund 370.000 Arbeitslosen und einer Arbeitslosenquote von über 33% fehlen auf einigen Kanarischen Inseln Spezialisten, um freie Stellen zu besetzen.

Damit sind die Kanaren laut „Katalog der schwierig zu besetzenden Berufe“ die einzige autonome Region Spaniens, die ausländische Arbeitskräfte sucht.

Der Katalog der „schwierig zu besetzenden Berufe“ wird vom Staatlichen Beschäftigungsdienst (SEPE) auf Grundlage von Informationen der lokalen Arbeitsämter erarbeitet, im Falle der Kanaren vom „Servicio Canario de Empleo SCE“. Zunächst versucht der SCE Bewerber innerhalb Spaniens und dann innerhalb der EU zu finden. Wenn dies nicht gelingt und der Beruf als „schwer zu besetzen“ eingestuft wird, kann der SEPE Kandidaten im Nicht-EU-Ausland suchen. Diese können dann eine zeitlich befristete und räumlich beschränkte Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung bekommen.

Auf allen Inseln außer Lanzarote und La Gomera gibt es „schwierig zu besetzende“ Berufe. So fehlen auf Gran Canaria und Teneriffa Fachärzte für Arbeitsmedizin. Auf Teneriffa werden außerdem Podologen und Ingenieure für Flugzeugmechanik gesucht. Auf Fuerteventura finden sich zurzeit keine geeigneten Zahnärzte, Diätberater und Ernährungsexperten. Auf La Palma werden Logopäden gesucht und auf El Hierro Techniker für Alternative Energien.

Die Leiterin des SCE erklärt, dass oft mangelnde Fremdsprachkenntnisse der Bewerber eine Besetzung verhindern. „Es ist nicht so, dass es auf den Kanaren keine Zahnärzte gäbe, doch die potentiellen Arbeitgeber erwarten, dass der Kandidat mehrere Sprachen spricht, wenn er z.B. in einer touristischen Zone mit vielen ausländischen Patienten arbeiten soll.“

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*

Weitere Beiträge im Bereich Fuerteventura-Nachrichten