Zuviel des Guten: heftige Regenfälle verursachen Schäden in Corralejo, El Cotillo und Lajares

Regen ist auf Fuerteventura sehr selten. Statistisch gesehen, gibt es pro Jahr nur 20 Tage mit Niederschlägen von mehr als 1mm und die Jahresniederschlagsmenge liegt im langfristigen Durchschnitt bei gerade einmal 105mm (Werte bezogen auf die Wetterstation am Flughafen in Puerto del Rosario).

Doch das Wetter kümmert sich nicht um die Statistik. Es gibt Jahre, da regnet es praktisch überhaupt nicht, so wie in 2011/2012. Und dann scheint es so, als wolle das Wetter die Abweichung vom Durchschnitt innerhalb kürzester Zeit wieder ausgleichen, so wie am 28.10.2012, als in Corralejo innerhalb von nur vier Stunden 48mm Wasser vom Himmel fielen, fast die Hälfte der durchschnittlichen Jahresmenge.

Eine sonst so trockene Insel wie Fuerteventura ist natürlich nicht darauf vorbereitet, solche Wassermassen einfach abzuleiten. Auch die Stadtplanung und die Architektur der Gebäude sind alles andere als für Regen optimiert. Und so ist es dann auch eher die Regel als die Ausnahme, dass heftige Regenfälle Schäden an Gebäuden und Infrastruktureinrichtungen anrichten.

In Corralejo standen binnen kürzester Zeit die Straßen unter Wasser und mussten für den Verkehr gesperrt werden. Schlamm und Geröll werden, die vielerorts eine dicke Schicht auf Verkehrswegen und Bürgersteigen gebildet haben, werden die Behörden sicher noch einige Tage beschäftigen. Einige Wohnungen und Geschäfte in der „Avenida Grandes Playas“ wurden überschwemmt, ebenso wie Teile der Kaserne der Guardia Civil. An manchen Stränden befinden sich tiefe Rinnen, die das ablaufende Wasser in den Sand geschnitten hat.

In El Cotillo hat das Wasser die Bereiche um die Kirche in Besitz genommen. Am kleinen Hafen hat das Wasser eine tiefe Rinne in den Sand gespült und die Platten des Gehweges weggewaschen.

In den nördlichen Orten El Cotillo, El Roque und Lajares hat das Wasser einige Mauern umgerissen, Straßen überspült sowie Wohnungen und Geschäfte geflutet.

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