Experten erwarten mindestens 100 Selbstanzeigen von Kanarischen Steuersündern

Die Spanische Regierung versucht zurzeit alles, um an Geld zu kommen. Im März 2012 hatte sie die Verpflichtung eingeführt, Vermögenswerte im Ausland zu deklarieren und gleichzeitig eine Steueramnestie für diejenigen beschlossen, die ihr Schwarzgeld ins Ausland gebracht haben und es nun zurückholen.

Aufgrund der „günstigen Konditionen“ wurde die Steueramnestie heftig kritisiert, weil sie die Steuersünder quasi noch belohnt. Wer sein hinterzogenes und ins Ausland verbrachtes Einkommen aus den Jahren 2008, 2009 und 2010 bis zum 30.11.2012 freiwillig deklariert und nach Spanien zurückholt, geht zum einen straffrei aus und muss einen lächerlichen Steuersatz von 10% auf die hinterzogenen Einkommen bezahlen. Strafzinsen werden nicht erhoben.

Auf der anderen Seite drohen den Steuersündern, die ihre Vermögenswerte im Ausland nicht deklarieren und Einkommensteuern hinterziehen, drakonische Strafen. Wer „vergisst“ anzugeben, dass er ein Konto im Ausland hat, eine ausländische Lebensversicherung, eine Immobilie oder einen sonstigen Vermögenswert besitzt, muss allein für das „Nicht-Angeben“ eine Strafe von 10.000€ bezahlen. Auf die hinterzogenen Steuern werden saftige Strafaufschläge fällig.

Der spanische Fiskus war ursprünglich davon ausgegangen, mit der Maßnahme landesweit mindestens 2,5 Mrd. Euro einzunehmen. Ganz so viel wird es nun wahrscheinlich doch nicht, aber einige hundert Mio. Euro dürften schon zusammenkommen. Der weitere große Vorteil ist, dass die „ins Land zurückgeholten“ Steuerzahler auch in Zukunft höchstwahrscheinlich brav ihre Steuern deklarieren werden.

Experten Rechnen damit, dass allein auf den Kanarischen Inseln  mehr als 100 Steuerzahler ihre Gelder ins Land zurückholen werden.

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