Selektive Müllentsorgung legt zu

Recyclebare Abfälle werden in Mitteleuropa als „Wertstoffe“ bezeichnet und stellen einen wichtigen Rohstoff für die Industrie dar. Auf Fuerteventura steckt die Mülltrennung in noch in den Kinderschuhen. Doch langsam aber sicher setzt sich auch hier der Trend zum Wertstoff Sammeln und Müll Trennen durch.

Wer in Deutschland dabei erwischen lässt, dass er seinen Müll nicht ordentlich trennt und in die jeweils vorgesehene Tonne entsorgt, fängt sich im besten Fall böse Blicke von den Nachbarn und mitunter ein saftiges Bußgeld der zuständigen Ordnungsbehörde ein. Auf Fuerteventura ist das Ganze –nicht gerade zum Wohle der Umwelt-  deutlich entspannter.

Sammelcontainer für Plastikverpackungen, Glas und Papier gibt es zwar, aber die Flächendeckung ist längst nicht so ausgeprägt wie z.B. in Deutschland. Nicht selten quellen die Sammelcontainer über, weil sie nicht oft genug geleert werden. Und da das getrennte Entsorgen von „Wertstoffen“ aufgrund der dargelegten Umstände unbequem ist, landen die eigentlich recyclebaren Abfälle einfach zusammen im „normalen“ Hausmüllcontainer.

Dennoch konnte die getrennte Entsorgung in den letzten Jahren ein deutliches Wachstum verzeichnen. Während in 2005 nur 86.670 Kg Plastikverpackungen getrennt eingesammelt wurden, waren es in 2011 504.189 kg. Bei Papier und Karton stieg der Wert im selben Zeitraum von 3,274 Mio. kg auf 4,536 Mio. kg., bei Glas von 1,869 Mio. kg auf  3,218 Mio. kg.

Auf Fuerteventura erfolgt jedoch keine Weiterverarbeitung der recyclebaren Wertstoffe. Der Größte Teil der Wertstoffe wird verdichtet bzw. gepresst und per Schiff aufs Festland verfrachtet.

3 Kommentare

  1. Was soll immer dieser vergleich mit Deutschland. Immer nach dem Motto „Bei uns zuhaus“ Haben Sie nicht bemerkt dass Sie im Ausland sind, wenn doch, dann machen Sie Ihr Ding und lassen die Spanier Ihr Ding machen. Wenn ich sehe wie die Deutschen sich hier teilweise benehmen, dann braucht man sich nicht zu wundern dass Sie unbeliebt sind.Durch sollche Artikel tragen Sie nicht unbedingt dazu bei ein korektes zusammenleben zu ermöglichen. So sagen die Einheimichen „diese Besserwisser“ und das nicht zu unrecht.

  2. Alles eine Ansichts-, Erziehungs- oder
    auch Einsichtssache. ICH schüttel meinen Kopf, wenn der Keeper der Poolbar Glas,
    Plastik, Papier und Asche in einen
    Sack wirft und laut lacht, wenn ich ihm sage, wie wir das zu Hause machen …
    ER schüttelt seinen Kopf, wenn ich ihm sage, daß man in Deutschland Bargeld für
    jede Plastikflasche bekommt…
    Andererseits möchte ich auch niemanden
    davon überzeugen, daß nur WIR das Richtige tun – wer weiß schon, ob wir wirklich das
    Richtige tun?
    Vielleicht ist es für die Umwelt wirklich besser, statt alles zu „verdichten“ und zu
    „pressen“ und mit dem Schiff nach dem Festland zu schaffen – es einfach zu verbrennen???
    ICH weiß es nicht !

  3. Es ist bedauerlich, das in einem geeinigten Europa , ausgerechnet in den Ländern, wo der meiste Müll durch Plastikflaschen etc. verursacht wird, so
    unfernünftig mit der Umwelt umgesprungen wird.
    Auch auf einer Urlaubsinsel wäre ein Recyclingsystem per Pfand-Automaten sinnvoll.
    Aber der dofe Deutsche kann sich ja zu Hause mit dem Problem beschäftigen.
    Mit freundlichem Gruß,
    R.Tellner

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